In deutschen Ausländerbehörden entscheiden auch Mitarbeiter ohne deutschen Pass über Aufenthaltsfragen. Eine Recherche von Apollo News zeigt, dass darunter sogar Beschäftigte mit nur befristetem Aufenthaltstitel sind. Der bereits von F-NEWS aufgegriffene Fall aus Darmstadt ist demnach kein Einzelfall.
Besonders deutlich sind die Zahlen aus Hamburg: Im Migrationsamt arbeiten laut Stadt 24 Drittstaatsangehörige, 14 von ihnen mit befristetem Aufenthaltstitel. Einschränkungen bei aufenthaltsrechtlichen Entscheidungen gebe es nicht; Sachbearbeiter dürfen im Rahmen ihrer Aufgaben Bescheide selbst zeichnen.
München meldet für seine gesamte Servicestelle Zuwanderung und Einbürgerung 19 Prozent Beschäftigte ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Berlin nennt 46 von 600 Sachbearbeitern für Aufenthaltsfragen. Wie viele davon Drittstaatsangehörige sind oder nur einen befristeten Titel haben, teilten diese Städte Apollo nicht mit. Die Zahlen beziehen sich also auf unterschiedliche Personalkreise.
F-NEWS berichtete zuletzt über Rekordzahlen bei Einbürgerungen. Nun zeigt Apollo, wie wenig die Öffentlichkeit über die personelle Besetzung jener Behörden erfährt, die über Aufenthalt und teils auch Einbürgerung entscheiden. Wer staatliche Neutralität verlangt, muss bei diesen Entscheidungsbefugnissen volle Transparenz schaffen.







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