Apple hat ein Problem mit dem inneren Display seines ersten Falthandys eingeräumt. Betroffen sei „eine kleine Anzahl“ von Geräten des iPhone Duo. Das teilte der Konzern am 26. Oktober mit. Eine Ausfallquote oder eine Ursache nannte Apple nicht.
Das Duo ist seit dem 23. Oktober im Handel. Seitdem berichten Käufer in mehreren Ländern von Rissen im inneren Bildschirm. Ihre Schilderungen ähneln sich. Das Scharnier habe sich beim Aufklappen schwergängig angefühlt. Dann sei ein Knacken zu hören gewesen. Danach habe sich eine Linie durch die Mitte des Displays und eine helle Pixellinie bis zum rechten Rand gezeigt.
Apple tauscht betroffene Geräte über AppleCare aus. Einen Rückruf oder ein offizielles Reparaturprogramm gibt es nicht. Nach einem Bericht des Fachportals MacRumors hat Apple ein internes Memo mit Hinweisen zur Diagnose an seine Läden und Servicepartner verschickt. Auf seiner Hilfeseite beschreibt Apple außerdem Schritte bei Scharnierproblemen. Genannt werden Geräte, die sich nicht vollständig öffnen oder schließen lassen, ungewöhnliche Geräusche sowie lose oder gebrochene Scharniere.
Die Berichte reißen nicht ab. Auf Reddit, in Apples Supportforen und im Forum von MacRumors zeigen Besitzer Fotos mit fast identischem Schadensbild. Das Fachportal MacRumors wertet das interne Memo an die Läden als Hinweis auf ein größeres Problem. Die zahlreichen Beschwerden lassen auf größere Ausmaße schließen, als Apples Formulierung von einer „kleinen Anzahl“ nahelegt. Belastbare Zahlen gibt es nicht. Unter die Bilder im Netz mischen sich zudem einige KI-Fälschungen.
Die Reparaturplattform iFixit hat das Gerät zerlegt. Sie hält es für möglich, dass eine mittlere Stützleiste im Scharnier beim Zuklappen nicht immer weit genug absinkt und von hinten auf das Display drückt. Das ist eine Einschätzung. Apple hat sie nicht bestätigt.
Für selbst verschuldete Schäden am Innendisplay werden ohne AppleCare+ laut dem Fachportal ComputerBase in Deutschland 1.149 Euro fällig. Ein neues Außendisplay kostet demnach 489 Euro.
Das Gerät ist zudem knapp. Die Vorbestellungen waren am 16. Oktober nach kurzer Zeit ausverkauft. Apple nennt für neue Bestellungen derzeit Ende Januar als Liefertermin. In Südkorea berichteten zwei Kunden der Zeitung Korea Herald, sie hätten mehrere Tage auf ein Ersatzgerät gewartet.
Apple-Chef John Ternus sagte am 2. November der Nachrichtenagentur Reuters, das Duo sei knapp. Wann Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht seien, könne Apple nicht vorhersagen. Nur „ein sehr kleiner Prozentsatz“ der Geräte sei mit Displayproblemen zurückgegeben worden.



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