Migrantenüberfall in Döbeln: Jetzt sprechen die Opfer

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Nach dem Angriff auf die Oktoberparty im Döbelner Ortsteil Beicha melden sich Betroffene und Augenzeugen zu Wort. In einem von den Freien Sachsen veröffentlichten Video spricht der Döbelner Stadtrat Stefan Trautmann mit mehreren Menschen aus dem Ort über die Nacht, in der neun Festbesucher verletzt wurden.

F-News berichtete bereits ausführlich über den Migrantenüberfall auf das Oktoberfest in Beicha. Die Polizei war gegen ein Uhr zu der Veranstaltung gerufen worden. Am Tatort trafen die Beamten acht verletzte Männer und eine verletzte Frau im Alter zwischen 17 und 48 Jahren an. Sechs Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung.

Nach den ersten Augenzeugenberichten soll eine Gruppe nicht deutsch sprechender junger Männer ohne vorherige Provokation auf die Gäste losgegangen sein. Flaschen seien auf dem Boden zerschlagen und die Scherben anschließend als Waffen eingesetzt worden. Ein Mann erlitt schwere Verletzungen im Gesicht. Augenzeugen hielten die Angreifer für Araber.

Der neue Beitrag der Freien Sachsen geht über diese ersten Schilderungen hinaus. Die Bürgerbewegung spricht von einem „migrantischen Schläger-Kommando“ und erklärt, das ganze Dorf lebe seit dem Überfall in Angst. Besonders schwer wiegt die Behauptung, die Angreifer hätten Rache angekündigt.

Nach der Tat waren Beteiligte mit einem Auto geflüchtet. Die Polizei fand das beschriebene Fahrzeug später in Döbeln und kontrollierte die Insassen. Ob sie an dem Angriff beteiligt waren, sollte geprüft werden. Festnahmen wurden in der bisherigen öffentlichen Mitteilung nicht genannt. Auch zur Herkunft der Tatverdächtigen äußerte sich die Polizei dort nicht.

Beicha hat nur rund 120 Einwohner. Ein Überfall mit neun Verletzten trifft einen solchen Ort anders als eine anonyme Großstadt. Opfer und Zeugen begegnen sich täglich, Gerüchte verbreiten sich schnell und eine Rachedrohung kann das gesamte Dorf einschüchtern. Umso unverständlicher ist, dass der Fall außerhalb Sachsens bisher kaum Aufmerksamkeit erhalten hat.

Der Vorfall darf nicht als gewöhnliche Festzeltprügelei verschwinden. Die Berichte sprechen von einer von außen kommenden Gruppe, einem plötzlichen Angriff und dem Einsatz zerbrochener Flaschen. Bei einer Massenschlägerei zwischen Syrern und Eritreern vor einer Shisha-Lounge nannte die Polizei die Nationalitäten. Auch in Döbeln hat die Öffentlichkeit Anspruch auf eine klare Beschreibung der Tatverdächtigen, sobald die Erkenntnisse gesichert sind.

Die neuen Aussagen erhöhen den Druck auf die Ermittler. Nach einem Angriff mit neun Verletzten und einer möglichen Rachedrohung geht es nicht mehr nur um die Aufklärung einer gefährlichen Körperverletzung. Es geht darum, ob ein ganzes Dorf vor einer gewalttätigen Gruppe geschützt wird oder mit seiner Angst allein bleibt.

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