NIUS erhebt schwere Vorwürfe gegen Correctiv: Das Medienhaus habe interne Daten aus dem gehackten NIUS-Redaktionssystem für eine Recherche ausgewertet. Laut dem Bericht von NIUS stammen die Daten aus einem Hackerangriff Ende Mai.
In einer Anfrage vom 5. Oktober habe Correctiv aus unveröffentlichten Entwürfen und früheren Artikelfassungen zitiert und nach redaktionellen Entscheidungen gefragt. NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt beklagt zudem, dass das Material zur Suche nach möglichen Informanten und Quellen genutzt worden sei. Er spricht von einem Angriff auf das Redaktionsgeheimnis.
Correctiv bestreitet laut NIUS, an der Beschaffung der Daten beteiligt gewesen zu sein. Wie die Redaktion an das Material gelangte und seit wann sie es besitzt, ist damit nicht geklärt. Reichelt sagt, NIUS sei nicht vor dem Datenabfluss gewarnt worden; die Aufsichtsbehörden seien informiert, eine Strafanzeige gegen Unbekannt werde vorbereitet.
F-NEWS berichtete bereits über die öffentliche Förderung von Correctiv und ein staatlich gefördertes Schulprojekt des Medienhauses. Die aktuellen Vorwürfe betreffen nun den Umgang mit Daten aus einer fremden Redaktion.







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