Ein 30-jähriger syrischer Staatsangehöriger soll am Dienstagmorgen zwei Beschäftigte der DB Sicherheit im Hamburger Hauptbahnhof geschlagen haben. Eine Streife nahm ihn vorläufig fest. Auch dabei soll sich der Mann heftig widersetzt haben, teilte die Bundespolizeiinspektion Hamburg mit.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand war der Mann bereits mehrfach aus dem Bahnhof verwiesen worden. Gegen 9.15 Uhr hielt er sich erneut vor den Fahrausweisautomaten auf dem Südsteg auf. Als eine 26-jährige Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes ihn hinausführen wollte, soll er ihr unvermittelt mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben.
Ein 46-jähriger Kollege griff ein und bekam laut Polizei ebenfalls einen Faustschlag ins Gesicht. Um den Angriff abzuwehren, setzte er ein Reizstoffsprühgerät ein. Eine nahe Quattro-Streife wurde auf die Auseinandersetzung aufmerksam und nahm den 30-Jährigen fest. Weil er sich dabei massiv gewehrt haben soll, mussten weitere Beamte hinzugezogen werden.
Die Bundespolizei brachte den Mann in ihr Revier am Hauptbahnhof. Die Beamten spülten ihm wegen des Reizstoffs die Augen; eine angeforderte Rettungswagenbesatzung hielt eine weitere Behandlung nicht für nötig. Da er sich im Revier nicht beruhigte, kam er in Gewahrsam. Ein Amtsarzt bestätigte seine Gewahrsamsfähigkeit.
Beide Beschäftigten der DB Sicherheit verspürten Schmerzen, lehnten aber eine Behandlung durch den Rettungsdienst ab. Ein Bundespolizist verletzte sich bei den Widerstandshandlungen leicht an den Knien und blieb dienstfähig.
Gegen den 30-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt die weiteren Ermittlungen.
F-NEWS berichtete bereits über einen Machetenvorfall in der Hamburger S-Bahn und über die Debatte um Gewalt an Bahnhöfen und in Zügen.







Schreibe einen Kommentar