Eine sechsköpfige Familie aus dem Kreis Pinneberg bei Hamburg hat alles so gemacht, wie es die Politik seit Jahren predigt. Statt einer neuen Gasheizung ließ sie eine Wärmepumpe einbauen. Dazu kam ein Elektroauto. Bezogen wurde ausschließlich Ökostrom.
Ausgerechnet der Ökostromanbieter Grüüün kündigte der Familie daraufhin den Vertrag. Die Frist betrug sechs Tage. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.
Der Grund ist der Verbrauch. Die Familie lag bei rund 23.000 Kilowattstunden im Jahr. Der Vertrag sah eine Obergrenze von 20.000 Kilowattstunden vor. Die Überschreitung betrug damit etwa 15 Prozent.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg sind solche Verbrauchsklauseln und kurzfristige Kündigungen in Privatkundenverträgen grundsätzlich zulässig. Andere Versorger ziehen die Grenze deutlich höher. Bei Vattenfall gilt der Privatkundenstatus bis 100.000 Kilowattstunden pro Lieferstelle. Die Standardtarife der Hamburger Energiewerke reichen bis 99.999 Kilowattstunden.
Grüüün steht zudem selbst vor dem Aus. Laut Verbraucherzentrale Niedersachsen hat der Anbieter seinen Kunden mitgeteilt, die Geschäftstätigkeit zum 31. Oktober 2026 einzustellen. Ob die Kündigung der Familie damit zusammenhängt, ist nicht bekannt.
Die Familie fand schnell einen neuen Anbieter. Sie zahlt dort nun einen günstigeren Wärmepumpentarif und musste nicht in die teurere Grundversorgung.
Quelle: Hamburger Abendblatt (24.10.2026), aufgegriffen von Chip und Blackout News; Verbraucherzentrale Hamburg; Verbraucherzentrale Niedersachsen (22.10.2026).



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