Windräder erzeugen Strom, aber ihre Rotorblätter verlieren Material. In der aktuellen „Klimaschau“ des Instituts EIKE geht es um den Abrieb an den Flügelkanten und um die Frage, was bei Schäden an den Rotoren in der Umwelt landet. Das Video warnt besonders vor Verbundstoffen und sogenannten Ewigkeitschemikalien.
Der Grundmechanismus ist nicht bloß eine Behauptung: Regen, Hagel und hohe Geschwindigkeit greifen die Vorderkanten der Rotorblätter an. Eine Fachstudie zu Windrädern in der niederländischen Nordsee modelliert, wie dabei Kunststoffpartikel freigesetzt werden. Für eine große Referenzanlage schätzt sie den Abrieb auf durchschnittlich 240 Gramm jährlich. Auf die bestehenden niederländischen Offshore-Anlagen hochgerechnet ergeben sich etwa 100 Kilogramm im Jahr.
Die Studie liefert damit einen konkreten Befund zum Materialabrieb. Sie misst allerdings keine PFAS-Freisetzung. Wer aus dem Nachweis von Kunststoffpartikeln unmittelbar eine bezifferte Belastung mit PFAS ableitet, geht über ihre Ergebnisse hinaus. Welche Stoffe in einem bestimmten Rotorblatt stecken und was nach einem Bruch tatsächlich im Boden oder Wasser ankommt, muss am jeweiligen Material untersucht werden.
EIKE stellt in seinem Video vor allem den Widerspruch zur grünen Selbstdarstellung heraus: Eine Technologie, die als sauber beworben wird, kann selbst Abfälle und Abrieb erzeugen. Brechen Flügelteile ab, kommen noch größere Mengen Verbundmaterial hinzu. Für betroffene Landwirte ist entscheidend, wer verstreute Bruchstücke sucht, die Fläche untersucht und mögliche Schäden beseitigt.
Windkraft hat weitere Folgen, über die politisch ungern gesprochen wird. F-NEWS berichtete bereits über Untersuchungen zu lokalen Temperatur- und Bodenfeuchteffekten von Windparks. Auch die Versorgung bleibt ein Thema: Bei Flaute und hohem Strombedarf muss andere gesicherte Leistung einspringen. Das macht den Abrieb nicht größer, zeigt aber, warum eine ehrliche Umweltbilanz mehr als die Stromerzeugung allein betrachten muss.
Die niederländischen Forscher ordnen die geschätzte Menge aus Offshore-Windrädern im Vergleich zu anderen Mikroplastikquellen als klein ein. Gerade deshalb wäre es falsch, entweder eine flächendeckende Giftkatastrophe auszurufen oder den Materialverlust ganz wegzuwischen. Betreiber und Hersteller müssen offenlegen, welche Beschichtungen eingesetzt werden, wie viel Abrieb entsteht und wie Schäden beseitigt werden. Das EIKE-Video:








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