Abrechnung mit Trump: So reagieren alternative Medien und AfD auf die Midterms

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Die Demokraten haben bei den Midterms beide Kammern des US-Kongresses erobert, F-News hat die Ergebnisse und Folgen für Trump zusammengefasst. In den alternativen Medien fällt das Echo am Mittwochmorgen bemerkenswert hart aus, und zwar nicht gegen die Demokraten, sondern gegen Trump selbst.

Am schärfsten schießt Alex Jones. Auf seinen Livestream-Kanälen erklärte er Trump in der Wahlnacht den „totalen Krieg“. Auf Trumps Satz, er habe nicht auf dem Stimmzettel gestanden, antworteten Jones und sein Gast Joel Webbon: „Du standst auf dem Stimmzettel – deshalb haben wir verloren!“ Jones selbst sagte über Trump: „Er hat uns übel reingelegt.“ Sein Studiogast James Fishback, früherer Bewerber um das Gouverneursamt in Florida, nannte Trump nach der Wahl den „größten Verlierer der amerikanischen Politik der jüngeren Geschichte“ und forderte: „Trump sollte sofort zurücktreten.“ Der Meinungsforscher Richard Baris sprach im selben Programm von einem „Blutbad, schlimmer als irgendjemand vorhersagen konnte“.

In Deutschland sieht die Junge Freiheit Trump nun als „Lame Duck“, also als Präsidenten ohne Gestaltungsmacht. Apollo News schreibt, die Republikaner seien „verheerend abgestraft“ worden, selbst in tief republikanischen Staaten hätten die Demokraten gewonnen. Als Ursache nennt Apollo die „fehlende Mobilisierung früherer Trump-Wähler“, vor allem Hispanics und junge Wähler hätten sich abgewandt. Trump weise „jede persönliche Verantwortung“ von sich und lobe stattdessen die Demokraten. Compact titelt „Das Trump-Debakel“: Bislang habe Trump „quasi durchregieren“ können, das habe sich „komplett verändert“.

Aus der AfD-Spitze kam bis Mittwochmorgen nur eine knappe Reaktion. Der Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah teilte eine Grafik zu den Nachwahlbefragungen, wonach die Demokraten bei den 18- bis 29-Jährigen gegenüber 2024 um 35 Prozentpunkte zugelegt haben, und schrieb dazu: „Die Jugend schwenkt nach links. Hier ist die Aufgabe!“ Alice Weidel und Tino Chrupalla äußerten sich bis dahin nicht zu den Midterms. Aus der FPÖ-Spitze um Herbert Kickl gab es ebenfalls noch keine Stellungnahme.

Auffällig ist, wie schnell die Front gekippt ist. Dieselben Stimmen, die Trump 2024 als Erlöser feierten, rechnen jetzt mit ihm ab: wegen des Iran-Kriegs, wegen der Preise, wegen gebrochener Versprechen. Die europäische Rechte schweigt dagegen auffällig. Wer Trump jahrelang als Vorbild präsentiert hat, muss nun erklären, was von diesem Vorbild nach dem Wahlabend übrig ist.

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