Die Unruhen an Frankreichs Schulen sind längst mehr als ein Streit über Unterricht und marode Gebäude. Fox News hat das Umfeld der Proteste untersucht und 50 Organisationen gezählt, die mobilisieren, unterstützen oder Bilder der Krawalle international verbreiten. Nur 15 davon sind Schüler- oder Jugendgruppen. Die übrigen 35 umfassen Gewerkschaften, linke Parteien und weitere politische Organisationen.
Ausgangspunkt waren Beschwerden über überfüllte Schulen, Personalmangel und schlechte Ausstattung. Seit Ende September wurden daraus Blockaden, Demonstrationen und gewaltsame Zusammenstöße. F-NEWS berichtete bereits über die Ausschreitungen in französischen Schulvierteln. Der neue Bericht von Fox News zeigt, wer den Protest inzwischen über die Schulen hinaus trägt.
Unter den von Fox News erfassten Gruppen sind ein Dutzend Gewerkschaften und acht kommunistische oder sozialistische Organisationen. Hinzu kommen vier Parteien, darunter La France insoumise und die Französische Kommunistische Partei. Schülerverbände riefen zu Demonstrationen auf; große Arbeitnehmer- und Lehrergewerkschaften unterstützten die Mobilisierung mit eigener Infrastruktur. Die Jugendlichen liefern die Bilder, Erwachsene stellen Organisation und politische Parolen.
Bei den Demonstrationen in Paris waren laut Fox News rote Fahnen, Hammer und Sichel sowie Banner mit Aufrufen zum Klassenkampf zu sehen. Kommunistenchef Fabien Roussel stellte sich öffentlich an die Seite der Schüler. Auch palästinensische Fahnen tauchten bei Protesten auf. Fox News nennt zudem die Organisation Urgence Palestine und den Verband muslimischer Studenten als Teile des erweiterten Unterstützerumfelds.
Eine besondere Rolle schreibt der Bericht dem New Yorker Medium BreakThrough News zu. Es verbreitet die Proteste als internationale Geschichte über Sparpolitik und staatliche Repression. Fox News ordnet das Medium einem Netzwerk um den in Shanghai lebenden Unternehmer Neville Roy Singham zu. Ein Video des linken Bürgermeisters von Saint-Denis, Bally Bagayoko, bei einer Konfrontation mit der Polizei sammelte binnen eines Tages Hunderttausende Likes. Material aus Frankreich zirkulierte anschließend über linke Kanäle bis nach Lateinamerika.
Auch kommunistische Jugendgruppen aus Griechenland bekundeten Unterstützung. BreakThrough News verband die Ereignisse schließlich mit Protestbildern aus weiteren Ländern und präsentierte sie als weltweiten Aufstand der Jugend. Aus einer Auseinandersetzung über französische Schulen wird so die Kulisse für eine internationale linke Kampagne. Ein ähnliches Muster hatte F-NEWS bei den als Studentenprotesten bezeichneten Krawallen in Brüssel beschrieben.








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