#GenZregelt: Nur ein laues Lüftchen

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In den typisch linken Hotspots gab es die übliche Randale, Palästinaflaggen, in Hamburg brannten ein paar Straßensperren, in Köln gab es eine Gratisdusche für die Demonstranten. Wenn es dabei bleibt, haben die Geschäftsleute völlig umsonst ihre Läden verbarrikadiert, aber noch ist die Nacht nicht vorbei. Doch eines scheint sicher: Ausschreitungen wie in Frankreich lassen sich in Deutschland (noch) nicht provozieren.

In Berlin meldete die Polizei am Brandenburger Tor in der Spitze bis zu 5.000 Teilnehmer und einen „beinahe störungsfreien“ Verlauf; eine Person wurde aus der Kundgebung herausgeführt. Am Abend sammelten sich am Rosenthaler Platz mehr als 500 weitere Teilnehmer, die Polizei sprach von einzelnen Eier- und Flaschenwürfen. Organisatoren hatten zuvor mit Zehntausenden gerechnet, online waren bundesweit über 180.000 Zusagen gelaufen. Vorab hatten Händler vielerorts Schaufenster vernagelt.

In Hamburg zogen laut Polizei zunächst Teilnehmer im mittleren vierstelligen Bereich; die Organisatoren sprachen von 6.000 bis 7.000. Am Steindamm rissen vermummte Personen Baustellenabsperrungen heraus, warfen sie auf die Straße und zündeten Plastikbaken nahe der U-Bahnstation Lohmühlenstraße an. Die Polizei setzte Pfefferspray und einen Wasserwerfer gegen die Feuer und Randalierer ein, räumte Steindamm und Lindenstraße. In Köln blieb die Zahl „deutlich“ unter den angemeldeten 15.000. Wegen Pyrotechnik und Vermummung wurde der Zug abgesagt; als sich ein Teil eigenmächtig Richtung Innenstadt bewegte und Böller sowie Farbtöpfe flogen, setzte die Polizei zwei Wasserwerfer ein.

Frankfurt zählte die Polizei später bei rund 8.000 Teilnehmern; der Zug wurde mehrfach wegen Pyrotechnik gestoppt, eine 18-jährige Person festgenommen. In Stuttgart liefen 4.000 bis 5.000 mit, die Polizei meldete Vermummung, Streckenabweichung, Pyrotechnik, Graffiti und brennende Mülleimer; nach Ende der Kundgebung am Marienplatz wurden Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beworfen. München lag laut Polizei bei etwa 4.000, weitgehend ruhig. Düsseldorf startete später mit zunächst rund 500, später etwa 1.000 Teilnehmern auf der Königsallee. Leipzig meldete rund 6.000, Freiburg etwa 3.500, Nürnberg etwa 2.000 inklusive eines Verletzten durch Pyrotechnik. Plünderungen wurden bislang nicht gemeldet.

In Wien blieb die „GenZ-Regelt“-Kundgebung vor dem Parlament bei rund 100 Teilnehmern und ohne Amtshandlungen. In Zürich war für den Abend eine unbewilligte Aktion im Kreis 4 angekündigt; die Stadtpolizei stand bereit, eine abschließende Bilanz lag zum Redaktionsschluss noch nicht vor.

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