Die Polizeimeldungen stammen von den zuständigen Dienststellen und vom Presseportal. Nach dem ersten Überblick über Nadeln und Schrauben in Halloween-Süßigkeiten sind mindestens zehn weitere Orte dazugekommen. Überall dieselbe Linie: Metall in Bonbons und Riegeln, Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, bislang keine Stichverletzungen bei Kindern.
Das Polizeipräsidium Niederbayern meldete am 2. November neben dem bereits bekannten Landshut zwei neue Funde: In Vilshofen-Pleinting steckte ein Nagel in einer Knusperwaffel, in Adlkofen eine Nadel in einem Schokoriegel. In Pocking stellte sich ein zunächst gemeldeter Nadelverdacht als Nachahmungstat heraus. Verletzt wurde niemand.
Auf Fehmarn entdeckte ein elfjähriges Mädchen am 31. Oktober gegen 21:30 Uhr in Burg in der Bürgermeister-Lafrenz-Straße eine etwa drei Zentimeter lange Nähnadel in einem Schokoriegel. Zwei Mädchen spuckten Weingummis aus, die nach Waschmittel schmeckten; eines klagte über Kopfschmerzen, das andere über Übelkeit. Die Polizeidirektion Lübeck ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen.
In Essen meldeten sich am 1. November zwei Familien: In Stoppenberg eine Metallnadel seitlich in einem Schokoriegel, in Burgaltendorf Nadeln in Schokoriegel und Weingummi-Tüte. Kein Kind verletzt. Die Polizei Essen sucht Zeugen. In Filderstadt-Bonlanden (Keplerstraße) steckten mehrere von außen unsichtbare Nadeln in zwei Milch-Haselnuss-Schnitten – laut Polizeipräsidium Reutlingen absichtlich eingebracht.
Weitere Funde: Umpferstedt bei Weimar – Tacker-Nadeln in Kaubonbons (LPI Jena / PI Weimar); Herbsleben – Nadel in einer Süßigkeit nach Halloween-Tour von 18:15 bis 19:15 Uhr (PI Unstrut-Hainich); Salzgitter-Bad, Kolberger Straße – Nadel in Schokoriegel (PK Salzgitter-Bad); Neuburg-Ostend – Eisennagel seitlich in Schokoriegel (Polizei Neuburg); Obernburg am Main – Nadel in Schokoriegel (PP Unterfranken / PI Obernburg). Radio SAW berichtet zudem von einem Fall in Burg im Jerichower Land; Details der Polizei liegen hier dünner.
Eltern sollen Verpackungen auf Einstiche prüfen, auffällige Süßigkeiten samt Folie aufbewahren und der Polizei melden – Fremdkörper möglichst nicht selbst herausziehen.



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