In Wintzingerode im Eichsfeld haben Kinder nach dem Halloween-Süßigkeitensammeln Metallnadeln in mehreren Süßwaren gefunden. Die Landespolizeiinspektion Nordhausen geht nach den Gesamtumständen davon aus, dass die Fremdkörper absichtlich eingebracht wurden, um Verletzungen herbeizuführen. Eingeleitet wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Herkunft und Haustür bleiben unklar: Die Kinder hatten an zahlreichen Türen geklingelt.
Im Nürnberger Westen meldete am 31. Oktober gegen 20:30 Uhr eine Mutter der Polizei Nadeln in kleinen Schokoriegeln aus der Halloween-Ausbeute ihrer Kinder. Die Kinder waren im Bereich Bienweg, Bielefelder Straße und Dortmunder Straße unterwegs. Ein Kind biss beim Verzehr auf eine Nadel und blieb unverletzt. Die Polizeiinspektion Nürnberg-West leitete ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt ein.
Auch in Landshut wurden am Samstagabend präparierte Süßigkeiten entdeckt. In der Wolfgangssiedlung und in Landshut-West fanden Eltern zwischen 17 und 19:30 Uhr in einzelnen Kaubonbons und Schokoriegeln spitze Metallteile beziehungsweise Schrauben – noch vor dem Verzehr. Die Polizeiinspektion Landshut ermittelt und bittet um Hinweise.
Am Bodensee warnt das Polizeipräsidium Konstanz: In Rielasingen-Worblingen wurden metallische Fremdkörper in einzeln verpackten Waffelschnitten gefunden, die Kinder beim Süßigkeitensammeln erhalten hatten. Weitere Einzelheiten seien noch unklar, die Ermittlungen dauerten an. Vergleichbare Vorfälle seien auch aus anderen Regionen Deutschlands bekannt geworden.
Ein zunächst gemeldeter Magnet-Fund in Appenheim im Landkreis Mainz-Bingen entpuppte sich nach Ermittlungen der Polizeiinspektion Ingelheim als Versehen: Die Magnete seien nicht von dritter Hand in das Kaubonbon gelangt, ein Straftatverdacht habe sich nicht erhärtet.
Eltern sollten gesammelte Halloween-Süßigkeiten vor dem Verzehr prüfen, verdächtige Stücke samt Verpackung aufbewahren, Fremdkörper möglichst nicht selbst entfernen und das örtliche Polizeirevier informieren. Während andernorts über Halloween-Krawalle und Demonstrationen berichtet wurde, geht es hier um eine direkte Gefahr für Kinder am Küchentisch.



Schreibe einen Kommentar