Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten: Sechs neue Fälle von Dortmund bis Thüringen

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Die Serie manipulierter Halloween-Süßigkeiten reißt nicht ab. Heute meldeten Polizeidienststellen in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Niedersachsen sechs weitere Fälle. Überall wurden Nadeln oder Nägel in Süßigkeiten gefunden, die am Halloweenabend gesammelt worden waren.

In Dortmund entdeckte eine Familie heute einen Nagel in einem Schokoriegel. Die Kinder hatten am Halloweenabend zwischen 17 und 19 Uhr in Alt-Scharnhorst Süßigkeiten gesammelt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei Dortmund ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

In Gelsenkirchen biss eine 22-Jährige am Dienstag gegen 18.30 Uhr auf eine Nähnadel. Sie steckte in einem Kaubonbon aus der Sammlung ihrer fast dreijährigen Tochter. Mutter und Kind hatten die Süßigkeiten am 31. Oktober im Stadtteil Resse gesammelt. Die Polizei stellte das Bonbon sicher und fertigt eine Strafanzeige.

In Celle wollte ein 45-Jähriger am Dienstagabend einen Schokoriegel aus einer Halloween-Sammlung essen. Darin steckte eine Nadel. Der Mann blieb unverletzt. Die Polizei Celle hat Ermittlungen aufgenommen.

Aus Thüringen kamen gleich drei Fälle. In Erlau prüften Kinder ihre Schokoriegel wegen der Berichte über manipulierte Süßigkeiten mit einem Magneten und fanden dabei eine Nadel. Ihr Vater brachte den Riegel zur Polizei, die ihn als Beweismittel sicherstellte. In Steinbach-Hallenberg war ein dreijähriges Kind mit seinen Großeltern unterwegs. Die Mutter entdeckte später eine Stecknadel in einer Mini-Packung. In Jena-Kunitz fand ein Elfjähriger am Dienstagabend einen Nagel in einem Schokoriegel. Er blieb unverletzt.

Die neuen Fälle kommen zu einer langen Liste hinzu. Bundesweit waren bereits am Dienstag mehr als 50 Fälle bekannt, F-News berichtete: Halloween-Nadeln in über 50 Fällen. Mindestens zwei Kinder wurden verletzt. In Niedersachsen verletzte sich ein neunjähriges Mädchen an der Zunge, in Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern ein Kind leicht im Mund. Die Polizei Essen geht davon aus, dass die Täter manipulierte Süßigkeiten in Körbchen gelegt haben, die vor fremden Haustüren standen.

Ob die Fälle zusammenhängen, ist unklar. Die Landespolizeiinspektion Suhl teilte mit, ein Zusammenhang sei derzeit nicht bekannt. Das Innenministerium in Rheinland-Pfalz sieht bislang keine gesicherten Erkenntnisse für ein koordiniertes Vorgehen. Ermittelt wird in den meisten Fällen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

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