AfD nach Wahlsiegen: Autor warnt vor Postenjägern

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Werner Bräuninger warnt die AfD in einem Essay bei Gegenstrom vor dem, was nach großen Wahlsiegen oft kommt: Postenjäger und Rückversicherer, die Mandate und Diäten wollen und die Partei weichspülen.

Anlass sind die Wahlen vom September 2026. In Sachsen-Anhalt kam die AfD auf 43,8 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern auf 38,2 Prozent, in Berlin auf 16,3 Prozent. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist sie stärkste Kraft.

Weit wichtiger als genug Personal für eine Regierungsübernahme sei es, schreibt Bräuninger, den Reihen »Postenjägern, Glücksrittern, Rückversicherern und Querulanten« den Zugang zu versperren. Sie stünden schon vor den Parteibüros. Idealisten und Quereinsteiger aus Überzeugung nimmt er aus. Gemeint seien jene, die die AfD als »bequemes Vehikel« zu Amt und Würden sähen und bereit seien, »die Erstgeburt für ein armseliges Linsengericht zu verhökern«.

Als Warnbild nennt er »Septemberlinge« und »Märzgefallene«. Das waren abwertende Bezeichnungen für Opportunisten, die der NSDAP nach den Erfolgen von 1930 und 1933 beitraten. Den Vergleich mit der heutigen AfD zieht Bräuninger selbst.

Seine Forderung: keine Anbiederung an die CDU, kein Juniorpartner. Als abschreckendes Beispiel nennt er den Zerfall der italienischen Democrazia Cristiana. Wer nur Anerkennung durch den Mainstream und einen Platz am »Katzentisch der Herrschenden« suche, solle draußen bleiben. Die Warnung, so Bräuninger, gehöre der AfD »in dicken roten Lettern ins Stammbuch«.

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