118.000 Dollar Geldbuße gegen drei kleine Schulen der Amischen: Ein X-Beitrag von Wall Street Apes macht den Fall erneut bekannt. Die Strafen beruhen auf Kontrollen aus den Jahren 2021 und 2022. Aktuell ist ein Gerichtsurteil vom 30. Juni 2026, das den Schulen im Streit um die Impfpflicht erneut eine Niederlage brachte.
New York strich 2019 die religiöse Ausnahme von den vorgeschriebenen Schulimpfungen. Seitdem gilt die Regel für öffentliche, private und religiöse Schulen. Nur eine ärztlich begründete Ausnahme ist noch vorgesehen. Es geht dabei um die regulären Impfanforderungen für Kinder, nicht um eine neue Corona-Impfpflicht. Die Gesundheitsbehörde begründete die Änderung mit Masernausbrüchen und dem Schutz anderer Schüler.
Drei Schulen der Amischen verlangten weiterhin keine Impfnachweise. Nach einer Prüfung verhängte die Gesundheitsbehörde laut Gerichtsunterlagen im Verfahren Miller gegen McDonald Geldbußen von 52.000, 46.000 und 20.000 Dollar. Zusammen sind das 118.000 Dollar. Ein Regelverstoß kann mit bis zu 2.000 Dollar geahndet werden; die Behörde betrachtet jeden Schultag eines nicht regelkonform geimpften Kindes als neuen Verstoß. Bei den beiden größeren Schulen rechnete sie für die verhängten Bußen allerdings jeweils nur einen Tag pro betroffenem Kind an.
Die Eltern und Schulen klagten 2023. Sie sehen ihre Religionsfreiheit und ihr Recht auf eine Erziehung ihrer Kinder nach den eigenen Überzeugungen verletzt. Ein Berufungsgericht bestätigte im Juni 2026 nach erneuter Prüfung die Abweisung ihrer Klage. Es hielt die Vorschrift für allgemein anwendbar und die medizinische Ausnahme für rechtlich anders gelagert als eine religiöse. Damit bleibt die Rechtslage in New York bestehen.
Formal verlangt der Staat keine Impfung mit körperlichem Zwang. Praktisch stellt er die Familien vor eine harte Wahl: Impfnachweis, Ausschluss vom gemeinsamen Unterricht oder immer neue Bußgelder für ihre Schulen. Gerade für die Amischen ist die eigene Schule Teil ihres gemeinschaftlichen Lebens. Die Richter erkennen den Konflikt, lassen aber das staatliche Ziel höher wiegen.
Wall Street Apes warnt, dass Familien der Amischen New York verlassen könnten. Die religiöse Ausnahme, auf die sie sich jahrzehntelang beriefen, ist gestrichen. Ihre kleinen Schulen müssen nun Impfnachweise verlangen oder weitere hohe Geldbußen riskieren. Für die Familien steht damit nicht nur eine Vorschrift auf dem Papier, sondern ihre eigene Art des gemeinsamen Schulunterrichts auf dem Spiel.
Auch in Deutschland wird darüber gestritten, wie weit staatliche Impfanforderungen gegenüber Eltern und Kindern gehen dürfen. F-NEWS berichtete über die Petition gegen das Masernschutzgesetz und über den Widerstand gegen Impfzwang. Der Fall aus New York zeigt, wie ein Staat ohne direkten Impfbefehl durch Schulzugang und hohe Geldbußen Druck auf Familien ausüben kann.







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