Audi-Chef steht neben Trump auf der Bühne

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US-Präsident Donald Trump hat am 25.10.26 bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia, erklärt, Audi werde in dem Bundesstaat ein neues SUV-Werk für rund vier Milliarden Dollar bauen. Reuters berichtet, die Anlage solle jährlich bis zu 200.000 Fahrzeuge produzieren und etwa 4.500 Arbeitsplätze schaffen. Vorgesehen sind voraussichtlich die Modelle Q7, Q8 und Q9. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Produktion soll Anfang der 2030er-Jahre starten.

Audi-Vorstand neben Trump: Dank auf der Wahlkampfbühne

Audi-Chef Gernot Döllner stand neben Trump, dankte ihm für die Unterstützung und erklärte, man wolle die größten und hochwertigsten SUVs in Macon, Georgia, produzieren. „Das ist eine langfristige Investition, weil wir an den amerikanischen Markt glauben“, sagte er. Dass der Vorstand eines deutschen Premiumherstellers mit dem US-Präsidenten auf der Bühne steht und sich bedankt, wirkt auf die Belegschaft in Ingolstadt und Neckarsulm wie ein Schlag ins Gesicht. Gleichzeitig baut Audi in Deutschland bis Ende 2029 bis zu 7.500 Stellen ab. Die neuen Milliarden fließen nach Georgia, nicht in die deutschen Werke.

CO₂-Daumenschrauben der EU und teurer Strom

Schuld an dieser Standortrechnung tragen nicht allein Zölle der USA, die Audi im vergangenen Jahr rund 1,2 Milliarden Euro gekostet haben. Industrielle Strompreise in der EU liegen mehr als doppelt so hoch wie in den USA und China. Dazu kommen fortlaufende CO₂-Vorgaben, die die Produktion hier verteuern. In Georgia entstehen Premium-SUVs für den nordamerikanischen Markt.

Vorsprung durch Technik aber amerikanische Arbeitsplätze

Die neuen Arbeitsplätze entstehen jedoch dort, wo Energie günstiger und die Verbrenner geliebt werden. Doch die deutschen Beschäftigten haben ihr Reihenhäuschen mit Sparkassenhypothek hier, sie können nicht folgen.

Audi gehört zu Volkswagen.

Dort kontrollieren die Familien Porsche und Piëch über ihre Beteiligungsgesellschaft 53,3 Prozent der Stimmrechte. Niedersachsen hält 20 Prozent, die Beteiligungsgesellschaft Katars weitere 17 Prozent. Ein deutsches Bundesland sitzt also selbst mit am Tisch. Die Politik kann nicht so tun, als gingen sie die Fabrikpläne in Amerika nichts an.

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