Betrüger greifen Polymarket mit gestohlenen Debitkarten an

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Betrüger haben im Februar versucht, über die US-Plattform von Polymarket mindestens zehn Millionen Dollar mit gestohlenen Debitkarten zu bewegen. Sie zahlten Geld ein, platzierten Wetten und wollten Auszahlungen auf andere Karten oder Konten lenken. Wie viel Geld sie tatsächlich erbeuteten, ist nicht bekannt. Die Summe beschreibt den versuchten Betrug, keinen bestätigten Schaden.

Der Zahlungsdienstleister Checkout.com habe zeitweise mehr als 80 Prozent der von ihm bearbeiteten Einzahlungen wegen Betrugsverdachts zurückgewiesen. Das berichtet The Block unter Berufung auf eine Recherche des Wall Street Journal. Die hohe Quote betraf einen bestimmten Zahlungsstrom während des Angriffs, nicht alle Einzahlungen bei Polymarket.

Der Bericht wirft auch Fragen zur Führung des Unternehmens auf. Mitarbeiter hätten vor den Risiken gewarnt, während Firmenchef Shayne Coplan schnelles Wachstum priorisiert haben soll. Polymarket erklärt, die Kontrollen inzwischen verstärkt zu haben. Eine vom Unternehmen beauftragte Untersuchung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass rechtliche Vorgaben eingehalten wurden.

Bei einem getrennten Vorfall im Juli waren laut Bericht fast 500 Nutzerkonten betroffen. Angreifer nutzten gestohlene persönliche Daten, ohne die Passwörter der Kontoinhaber zu kennen. Polymarket sagte zu, die Verluste betroffener Kunden zu übernehmen. Die Vorfälle betreffen die Zahlungs- und Kontosysteme der US-Plattform. Ein Hack der zugrunde liegenden Blockchain ist damit nicht belegt. Mehr Hintergründe stehen bei der Coinzeitung.

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