Raymond Ibrahim fasst in seinem Monatsbericht für Juni 2026 Fälle von Morden, Entführungen, Angriffen und Kirchenschändungen in Afrika, Asien und Europa zusammen. Er stützt sich dabei auf Meldungen christlicher Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen sowie lokale Berichte.
Besonders schwer waren die Angriffe im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Kämpfer der „Islamischen Staat Zentralafrika-Provinz“ (ISCAP) beanspruchten laut Ibrahim mehrere Taten für sich. Im Juni seien 14 Christen enthauptet und weitere Menschen erschossen worden. In zwei Angriffen auf Dörfer seien zudem rund 80 christliche Häuser niedergebrannt worden. Eine von Ibrahim zitierte Organisation beziffert die Zahl der seit Ende 2024 in der Region getöteten Christen auf etwa 1.155.
Auch aus Äthiopien berichtet Ibrahim von Angriffen auf orthodoxe Christen. Spätere Meldungen nannten mehr als 50 Tote. Eine jahrhundertealte Kirche sei niedergebrannt, mehr als 280 orthodoxe Familien seien aus ihren Häusern geflohen. In Nigeria führt der Autor mehrere Überfälle auf christliche Dörfer an. Die von ihm zitierten Meldungen berichten für den Monat von mindestens 48 getöteten Christen und sieben Entführten.
Pakistan nimmt in dem Bericht ebenfalls breiten Raum ein. Prem Masih, ein 22-jähriger Christ, wurde nach einer Serie von Drohungen erschossen. Siddique Masih, Vater von vier Kindern, wurde laut Zeugenaussagen von einem muslimischen Kollegen mit einem Messer getötet, nachdem er aus demselben Wasserspender getrunken hatte. Ibrahim berichtet außerdem vom Fall der 13-jährigen Maryam Masih, die entführt, zum Islam gezwungen und mit einem älteren Mann verheiratet worden sein soll. Ihre Familie fürchtet, dass das Mädchen an ein kriminelles Netzwerk verkauft werden könnte.
Weitere Fälle reichen von einem ägyptischen christlichen YouTuber, der zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, bis zu Angriffen auf Christen in Bangladesch und Uganda. In Belgien erhielt ein zum Katholizismus konvertierter Mann Morddrohungen. In Frankreich wurde ein Gottesdienst gestört, im Irak eine Kirche verwüstet und in Indonesien gegen den Bau einer Kirche demonstriert und mit Gewalt gedroht. Im Sudan warnten Behörden eine evangelische Kirche, ihr Gebäude könne jederzeit abgerissen werden.
Ibrahim ordnet die Vorfälle als Teil einer länderübergreifenden Verfolgung durch Extremisten ein. In seinem Serientext hält er zugleich fest, dass nicht alle oder auch nur die meisten Moslems daran beteiligt seien.
Zum Monatsbericht von Raymond Ibrahim beim Gatestone Institute








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