Christlicher TikToker in Wien verprügelt und mit Messer bedroht

Ein 18-jähriger TikToker soll in Wien-Favoriten von zwei Unbekannten angegriffen, mit einem Messer bedroht und zu einer gefilmten Aussage gezwungen worden sein. Der junge Mann veröffentlicht auf TikTok christliche Inhalte und vermutet darin den Grund für die Attacke.

Nach einem Bericht von Heute.at ereignete sich der Vorfall in der Angeligasse in Wien-Favoriten. Zwei Männer im Alter zwischen ungefähr 17 und 19 Jahren sollen Alessio angesprochen und verlangt haben, dass er vor ihrer Kamera eine Aussage für ein TikTok-Video macht.

Der 18-Jährige lehnte ab. Daraufhin soll ihm einer der Männer heftig gegen die Nase geschlagen, ihn zu Boden gestoßen und ein Messer gezogen haben. Als Alessio wieder aufstand, habe ihm der Angreifer zusätzlich einen Kopfstoß gegen die Nase versetzt.

Unter dieser Drohung hätten die beiden Unbekannten ihn schließlich zur Aufnahme eines Videos gezwungen. Darin sollte er behaupten, er werde nie wieder eine Frau belästigen. Gegenüber Heute.at weist Alessio den Vorwurf zurück. Er habe nie eine Frau belästigt und nicht verstanden, weshalb er diese Aussage machen sollte.

Der zweite Mann soll ihn anschließend bespuckt und gestoßen haben. Danach flüchteten beide. Der 18-Jährige erstattete Anzeige wegen des Verdachts der Nötigung und Körperverletzung. Die Ermittlungen gegen die bislang unbekannten Täter laufen.

Alessio hat nach Angaben des Berichts rund 16.700 Follower. Auf seinem TikTok-Konto zitiert er Bibelverse, spricht über seinen Glauben und lobt Gott. Er rechnete offenbar bereits damit, wegen dieser Inhalte angefeindet zu werden. Niemand dürfe Angst haben müssen, seinen Glauben offen zu zeigen, erklärte er nach dem Angriff.

Die Herkunft und das genaue Motiv der beiden mutmaßlichen Angreifer sind bislang nicht bekannt. Fest steht nach der Schilderung des 18-Jährigen jedoch, dass sie ihn nicht nur körperlich attackiert, sondern auch vor laufender Kamera zu einer falschen Aussage gezwungen haben sollen. Das Video sollte offenbar der öffentlichen Demütigung dienen.

Ein Angriff auf einen Menschen wegen seines christlichen Bekenntnisses ist kein belangloser Streit unter Jugendlichen. Er richtet sich gegen die Freiheit, den eigenen Glauben sichtbar zu leben. F-News hat bereits gezeigt, wie selbst das Thema Christenverfolgung von Influencern und öffentlich-rechtlichen Medien kleingeredet wird.

Nun muss die Wiener Polizei die Täter finden und klären, was hinter dem erzwungenen Video steckte. Die Aufnahmen, Nachrichten und Kontaktdaten rund um den Vorfall könnten dabei entscheidende Spuren liefern.

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