Corona reloaded: München macht selbst die Wiesn zur Impfkulisse

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Auf der Wiesn kann man jetzt nicht nur feiern, sondern sich auch gegen Grippe und Covid-19 impfen lassen. München hat erstmals einen Impfservice auf dem Oktoberfest eingerichtet. Das größte Volksfest der Welt wird damit auch zur Bühne einer städtischen Impfkampagne. Offenbar ist selbst zwischen Festzelten und Fahrgeschäften noch Platz für den nächsten Aufruf zur Spritze.

Die Impfungen finden in der Wiesn-Wache statt. Nach Angaben der Stadt ist das Angebot montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet, an Wochenenden von 9 bis 14 Uhr. Ein Termin ist nicht nötig, Impfpass und Krankenkassenkarte sollen mitgebracht werden. Selbst wer die Wiesn gar nicht besuchen will, darf dafür aufs Gelände kommen.

Die Stadt verkauft das als unkomplizierten Service. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek sagt, man wolle dorthin gehen, wo die Menschen sind. Das erklärt den Standort, aber auch die Absicht: „München impft“ will die Impfquoten erhöhen und nutzt dafür nun die Millionenpublikumsbühne Oktoberfest. Nach den Corona-Jahren ist diese ungebrochene Impfwerbung auf dem Volksfest eine Provokation.

Die Stadt macht weiter, als hätte es den Druck und die Ausgrenzung der Corona-Jahre nie gegeben. Statt diese Politik aufzuarbeiten, trägt sie die nächste Impfkampagne mitten auf die Wiesn. F-News lehnt staatliche Impfwerbung auf einem Volksfest ab. Die Menschen kommen zum Feiern, nicht als Zielgruppe für Münchens Impfquoten.

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