Strom und Gas gehören zur Grundversorgung. Trotzdem lebten 2025 in Deutschland rund 3,8 Millionen Menschen in Haushalten, die ihre Rechnungen bei Versorgungsbetrieben nicht rechtzeitig bezahlt hatten. Das meldet das Statistische Bundesamt. Für ein Land mit Deutschlands wirtschaftlichem Anspruch ist das eine Schande.
Betroffen waren 4,6 Prozent der Bevölkerung. Im Vorjahr lag der Anteil bei 5,0 Prozent. Der leichte Rückgang ändert nichts daran, dass Millionen Menschen in Haushalten mit Zahlungsrückständen leben. Die Statistik erfasst Menschen in diesen Haushalten, nicht die Zahl gesperrter Stromanschlüsse.
Mieter sind häufiger betroffen. Bei ihnen lag der Anteil bei 5,8 Prozent, bei Menschen in Eigentümerhaushalten bei 3,3 Prozent. Hinzu kommen steigende Nebenkosten. Im August 2026 lagen die Wohnungsnebenkosten 3,1 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die allgemeine Teuerung betrug 2,9 Prozent.
Haushaltsenergie war im selben Monat zwar 0,7 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Destatis verweist jedoch auf das weiterhin hohe Preisniveau nach dem starken Anstieg während der Energiekrise 2022. Ein kleiner Preisrückgang macht die vorherigen Sprünge nicht rückgängig.
Die Zahlen beruhen auf Selbstauskünften der Haushalte in der europäischen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen. Sie zeigen Zahlungsprobleme bei grundlegenden Leistungen. Wer politische Erfolge an etwas messen will, sollte damit anfangen, ob Menschen ihre laufenden Rechnungen bezahlen können.








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