Erst Windräder und Solaranlagen fördern, die Rechnung für Netze, Speicher und Reservekraftwerke aber hinterherschieben: Diese Kritik stellt EIKE in den Mittelpunkt der Klimaschau 277 vom 25. Oktober. Anlass ist ein Interview von Axel Bojanowski mit den Energieforschern Michael Beckmann und Mario Schenk, das am 9. September veröffentlicht wurde.
Beckmann ist Professor für Energieverfahrenstechnik an der TU Dresden. Schenk wird im Originalinterview als Forscher für Hochspannungstechnik und elektrische Anlagen an der BTU Cottbus-Senftenberg vorgestellt. Beide verlangen, das Energiesystem als Ganzes zu bewerten: Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit gehören zusammen.
Beckmann sieht die entscheidende Lücke im Zusammenspiel von Netzen, Speichern, Wasserstoff, Reserveleistung und Strommarkt. Dieses Gesamtsystem sei im benötigten Maßstab nicht ausreichend erprobt. Schenk kritisiert, dass immer mehr wetterabhängige Erzeugung entsteht, während regelbare Kraftwerke verschwinden. F-News berichtete bereits über die Warnungen der Übertragungsnetzbetreiber vor möglichem Strommangel.
Bei Speichern unterscheiden die Forscher zwischen kurzfristigem Ausgleich und längeren Versorgungslücken. Batterien könnten Schwankungen abfedern, ersetzten aber keine saisonale Speicherung. Schenk beziffert die vorhandene Pumpspeicherkapazität auf bilanziell etwa 45 Minuten deutscher Stromversorgung. Wasserstoff im benötigten Großmaßstab sieht er noch Jahrzehnte entfernt.
Beide begrüßen, den weiteren Ausbau an Netzkapazitäten und Systemkosten zu koppeln. Schenk fordert darüber hinaus, die Abschaltung regelbarer Kraftwerke zu stoppen und den ungebremsten Wind- und Solarausbau auszusetzen. Wetterabhängige Erzeuger und ihre Absicherung müssten parallel bezahlt werden. Beckmann verweist auf politische Vorfestlegungen und Geschäftsmodelle, die von Förderstrukturen profitieren.
Die Klimaschau verbindet diese Kritik mit den Folgen der Subventionspolitik und neuen Auslandsabhängigkeiten. Zu weiteren Folgekosten veröffentlichte F-News bereits einen Beitrag über Solarbrände, Asbest und Windrad-Schrott. Das rund achtminütige Video ist hier eingebettet.








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