Eine 34-jährige Kölnerin wollte auf einer Kirmes in Chorweiler einen Streit schlichten. Nun liegt sie nach einer Notoperation schwer verletzt im Krankenhaus. Laut Polizei Köln stach ihr am Freitagabend gegen 19.30 Uhr ein bislang unbekannter Mann in den Oberkörper. Der Angreifer ist auf der Flucht, eine Mordkommission ermittelt.
Die Tat soll sich zwischen dem Liverpooler Platz und einem benachbarten Bolzplatz ereignet haben. Dort gerieten nach den bisherigen Erkenntnissen mehrere Personen körperlich aneinander. Die Frau wollte dazwischengehen und wurde von einem Beteiligten angegriffen. Trotz der Verletzung suchte sie die Klinik zunächst selbst auf. Erst dort stellte sich heraus, wie schwer sie getroffen worden war; Ärzte operierten sie sofort.
Die Polizei schreibt lediglich von „mehreren Personen“. Ob es sich um zwei Gruppen handelte, wie viele Menschen beteiligt waren und weshalb der Streit ausbrach, teilt sie nicht mit. Ebenso fehlen Angaben dazu, ob die Streitenden einander kannten oder zur Kirmes gehörten. Wer hier mit wem aneinandergeriet, bleibt in der öffentlichen Meldung offen.
Noch auffälliger ist die Lücke bei der Fahndung. Die Kripo bittet dringend um Zeugenhinweise, veröffentlicht aber keine Beschreibung des flüchtigen Mannes. Weder Alter, Kleidung noch andere erkennbare Merkmale werden genannt. Ob der Polizei solche Angaben vorliegen, sagt sie ebenfalls nicht. Gerade Besucher, die den Verdächtigen gesehen haben könnten, erfahren so aus dem Zeugenaufruf nicht, nach wem sie Ausschau halten sollen.
Der Fall erinnert an andere Messerangriffe, bei denen die Öffentlichkeit zunächst nur wenige Einzelheiten über den Täter erfuhr. F-NEWS berichtete etwa über den Messerangriff auf einen 13-Jährigen in Flensburg und über einen Angriff in Nürnberg, bei dem Täterangaben erst später bekannt wurden. Das bedeutet nicht, dass die Beteiligten des Kölner Streits dieselben Hintergründe hatten. Hierzu gibt es bislang keine Angaben.
Hinweise zum Angriff und zum flüchtigen Tatverdächtigen nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Wer die Auseinandersetzung am Freitagabend beobachtet oder den Mann nach der Tat gesehen hat, kann sich dort melden.








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