Die Serie mit Nadeln und Nägeln in Halloween-Süßigkeiten weitet sich aus. In Österreich ist erstmals ein Kind verletzt worden, das Bundeskriminalamt warnt bundesweit. In Deutschland meldet die Polizei Herford einen weiteren präparierten Schokoriegel – nachdem F-NEWS bereits Fälle von Thüringen bis Bayern und ein Update mit weiteren Orten dokumentiert hat.
Im Bezirk Amstetten (Niederösterreich) biss eine Zehnjährige am Montag in eine Minischokolade, in der eine Nadel steckte, und verletzte sich leicht im Mund. Polizeisprecher Johann Baumschlager bestätigte den Fall am Dienstag; das Bundeskriminalamt (BK) koordiniert die Ermittlungen. Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den angezeigten Fällen gebe es bisher nicht, so ORF und BK.
In Österreich sind laut BK Oberösterreich, Niederösterreich und die Steiermark betroffen. In Linz-Oed fand ein 28-jähriger Vater Zentimeter-Nägel in Schokoriegeln und Kaubonbons seiner Kinder; ermittelt wird wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung. Im Bezirk Vöcklabruck entdeckte eine Mutter in Vöcklamarkt eine dickere Nadel in Kauzuckerl und Schokoriegel ihrer elfjährigen Tochter – das Mädchen biss ab, blieb unverletzt. In den steirischen Bezirken Weiz und Leibnitz sind vier Fälle bekannt (Nähnadel, Metallstifte, Heftklammer); verletzt wurde dort niemand.
Neu in Deutschland: In Herford bemerkte ein zehnjähriger Junge am Montagabend einen Schokoriegel mit Nadel. Er hatte den Riegel vor dem Essen gebrochen, weil er durch Medienberichte sensibilisiert war. Den Riegel habe er am Samstag (31. Oktober) gegen 19 Uhr beim Süßigkeitensammeln im Bereich Halberstädter und Wittenberger Straße bekommen. Die Kriminalpolizei Herford ermittelt wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und hat die Süßigkeit sichergestellt.
Die „Krone“ berichtet unter Berufung auf eigene Informationen, das österreichische BK gründe gemeinsam mit Europol und deutschen Behörden eine eigene Ermittlungsgruppe. Unabhängige Bestätigungen dazu liegen bislang nicht vor; ORF und BK sprechen von Koordination der Fälle, ohne nachgewiesenen Zusammenhang. Eltern sollen Süßigkeiten vor dem Verzehr prüfen, Verpackungen und Fremdkörper möglichst unangetastet der Polizei übergeben.



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