In Österreich hat die Polizei erste Fälle der präparierten Halloween-Süßigkeiten geklärt. Die Spur führt nicht zu fremden Tätern. Laut Bundeskriminalamt haben in allen geklärten Fällen Kinder die Süßigkeiten wahrscheinlich selbst manipuliert.
Geklärt sind vier Fälle. Einer liegt in Wien, einer in Oberösterreich und zwei in der Steiermark. In drei Fällen wollten die Kinder demnach ihre eigenen Eltern erschrecken. In einem Fall soll eine Online-Challenge der Auslöser gewesen sein. Ziel sei gewesen, die Polizei bewusst in die Irre zu führen.
Die Ermittlungen bündelt die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe „Treat“ im Bundeskriminalamt. Mit Stand Mittwochvormittag waren österreichweit 13 Fälle bekannt. Sie verteilten sich auf Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und die Steiermark.
Auch in Deutschland gab es zuletzt ähnliche Wendungen. Im Kreis Würzburg räumte ein Fünfjähriger ein, den Fund einer Nadel in einem Schokoriegel nur vorgetäuscht zu haben. In Mittelfranken gestand ein Kind seiner Mutter, die Nadel selbst in die Süßigkeit gesteckt zu haben. Im thüringischen Landkreis Hildburghausen hatte ein Kind einen Holzspieß in einen Schokoriegel gesteckt.
Ob hinter der Welle eine Social-Media-Challenge steckt, hatten wir bereits in unserem Hintergrundbericht zu den mehr als 50 Fällen untersucht. Der österreichische Fall mit Online-Challenge ist nun der erste, in dem Ermittler diesen Zusammenhang ausdrücklich nennen. Zuvor war in der Steiermark auch ein Kind verletzt worden.
Die übrigen Fälle in Österreich und Deutschland sind weiter ungeklärt.



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