Der FPÖ-Europaabgeordnete Gerald Hauser verlangt, die Zulassungen der Corona-Impfstoffe auszusetzen, bis offene Fragen zu den Zulassungsdaten und zur Sicherheit der Präparate geklärt sind. In einer aktuellen Presseaussendung fordert er eine unabhängige Aufarbeitung der Entscheidungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und des politischen Drucks während der Impfkampagnen.
Hauser berichtet, er habe wie andere Ärzte und Wissenschaftler Unterlagen zur Zulassung bei der EMA angefordert und Dokumente mit umfangreichen Schwärzungen erhalten. Die Bürger hätten ein Recht zu erfahren, auf welcher Datenbasis die Impfstoffe zugelassen wurden und wie die Behörde mit kritischen Erkenntnissen umging. Eine Kontrolle der damaligen Entscheidungen setzt voraus, dass die maßgeblichen Unterlagen überprüfbar sind.
Der Abgeordnete verweist auf die Juristin Silvia Behrendt und ihre Initiative „Transparency4Safety“, die sich für den Zugang zu Sicherheits- und Zulassungsdaten einsetzt. Nach Hausers Angaben haben sich der Initiative inzwischen knapp 3.000 Menschen angeschlossen. Behrendt soll auch bei einer internationalen Konferenz in Straßburg sprechen, die Zulassungsverfahren, Arzneimittelsicherheit und den Umgang mit gemeldeten Nebenwirkungen behandelt.
Die Veranstaltung „Transparency4Safety – Protecting European Citizens“ ist für den 21. Oktober 2026 im Sofitel Grande Île in Straßburg angekündigt. Sie beginnt um 10 Uhr. Auf dem Programm stehen vier Fachrunden zu regulatorischen Fragen, Produktqualität, möglichen langfristigen Risiken und zur Überwachung der Sicherheit nach der Zulassung. Hauser hält die Eröffnungsrede; neben Behrendt sind Fachleute aus Medizin, Pharmazie, Biologie und Recht angekündigt.
F-NEWS berichtete bereits über Hausers Forderung nach ungeschwärzten EMA-Akten und über seine Fragen zur Finanzierung und Haftung bei den Impfstoffverträgen. Nun verlangt er eine weitergehende Konsequenz: Solange die Daten und die Entscheidungen der Behörden aus seiner Sicht nicht lückenlos aufgeklärt sind, sollen die Zulassungen ausgesetzt werden. Das ist Hausers politische Forderung; eine entsprechende Entscheidung der EMA liegt nicht vor.
Die Konferenz ist öffentlich und der Eintritt frei; laut Veranstalter ist eine Anmeldung erforderlich. Hauser will dort seine parlamentarische Arbeit zur europäischen Impfstoffpolitik vorstellen. Die angekündigten Fachrunden sollen die Unterlagen und die Sicherheitsüberwachung prüfen. Welche Belege die Referenten vorlegen und welche Schlussfolgerungen daraus folgen, wird sich am 21. Oktober zeigen.








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