Der maronitische Priester Samir Mikhael Daou ist im Libanon ermordet worden. Darauf weist Kirche in Not hin; libanesische Medien und Vatican News bestätigen den Fall.
Die Familie fand den Geistlichen am 29. Oktober 2026 tot in einem Haus in Ain Jrain im Distrikt Jbeil (Byblos). Der Leichnam wies Spuren von Gewalteinwirkung auf. Daou betreute die Pfarrgemeinden Hsoun und Ferhet. Kontakt zu ihm war am Nachmittag des 28. Oktober abgerissen.
Erste Hinweise richteten sich auf einen Arbeiter, der dem Priester bei der Olivenernte geholfen hatte. Das Fahrzeug des Geistlichen war nach der Tat verschwunden. Die Internal Security Forces leiteten Mordermittlungen ein.
Am 30. Oktober meldete die Polizei die Festnahme eines Tatverdächtigen. Libanesische Sender identifizierten ihn als den 22-jährigen Syrer Arkan al-Naddaf aus der Provinz Aleppo und meldeten ein Geständnis. Spätere Berichte nennen einen Streit um den Lohn und zahlreiche Stichverletzungen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.
Der maronitische Patriarch Kardinal Béchara Boutros Raï verurteilte die Ermordung als abscheuliches Verbrechen. Er forderte Sicherheitsbehörden und Justiz auf, die Umstände vollständig aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Auch das maronitische Erzbistum Jbeil unter Bischof Michel Aoun und die Familie Daou verurteilten die Tat.
Fides und Aid to the Church in Need haben den Fall bislang nicht eigenständig aufgegriffen. Im Nahen Osten bleiben Angriffe auf Christen ein wiederkehrendes Thema, wie F-NEWS etwa zur Christenverfolgung mit Morden und zerstörten Kirchen und zum Schutz assyrischer Christen in Syrien berichtet hat. Ob religiöse Motive hier eine Rolle spielten, ist aus den vorliegenden Ermittlungsmeldungen nicht belegt, aber sehr wahrscheinlich.



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