Christenschutz: Assyrische Vereine fordern Verbot von ISIS-Symbolen in Syrien

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Zwei assyrische Vereine in Deutschland fordern von Syriens Übergangsregierung unter Ahmad al-Sharaa harten Schutz für Christen und ein gesetzliches Verbot von ISIS- und al-Qaida-Symbolen. In einer gemeinsamen Erklärung bei Opposition24 schreiben Charli Kanoun vom Assyrischen Kulturverein Saarlouis und Majed Bahi von der Assyrischen Autonomie Bewegung, Minderheiten dürften nicht mit Worten beruhigt werden, solange Extremisten-Symbole öffentlich sichtbar seien.

Anlass ist der Anschlag vom 23. Oktober auf eine Trauerfeier in einer griechisch-orthodoxen Kirche in Karak in Jordanien, bei dem neun Menschen starben. Jordanien antwortete am 26. Oktober mit Luftangriffen auf mutmaßliche Terrorstellungen in Südsyrien. Die Vereine begrüßen die Härte König Abdullahs II. und fragen zugleich, wo vergleichbarer Schutz für Christen in Syrien bleibe.

Sie erinnern an den Selbstmordanschlag auf die Mar-Elias-Kirche in Damaskus im Juni 2025 mit mehr als zwei Dutzend Toten und an einen neuerlichen Angriff im Oktober 2026 auf die christlich geprägte Stadt Al-Suqaylabiyah. Al-Sharaa, früher Anführer der einst mit al-Qaida verbundenen al-Nusra-Front, müsse durch Taten beweisen, dass er mit islamistischem Extremismus gebrochen habe.

Aus der eigenen Gemeinschaft kämen Berichte und Videos über öffentlich gezeigte ISIS- und al-Qaida-Symbole. Die Vereine verlangen ein ausdrückliches Verbot solcher Flaggen und Embleme sowie unabhängige Aufklärung der Angriffe auf Christen, Alawiten und Drusen. Wer diese Zeichen dulde, sende ein Signal an Extremisten und an bedrohte Minderheiten.

Das Muster kennt F-NEWS auch anderswo: Von der Christenverfolgung mit Morden und zerstörten Kirchen bis zu Angriffen wie in Ägypten, wo ein Mob während eines Gottesdienstes ein Haus verwüstete. Internationale Anerkennung für Damaskus ohne greifbaren Schutz für Christen wäre nach Einschätzung von F-NEWS ein Freibrief.

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