Schweden steht nach der Parlamentswahl vom 13. September vor einer Zitterpartie. Nach dem von AP gemeldeten vorläufigen Stand bei rund 92 Prozent ausgezählten Stimmen kommt das Oppositionslager um Magdalena Andersson auf 175 Sitze. Das Lager von Ministerpräsident Ulf Kristersson liegt bei 174 Mandaten. Ein gesicherter Wahlsieg ist das noch nicht.
Die Entscheidung kann sich bis zur Auszählung weiterer vorzeitig abgegebener Stimmen am Mittwoch hinziehen. Kristersson hält sich angesichts des knappen Ergebnisses politische Möglichkeiten offen. Für Andersson eröffnet sich die Chance auf eine Rückkehr an die Regierungsspitze.
Zum Oppositionslager gehören Sozialdemokraten, Grüne, Linkspartei und die liberale Zentrumspartei. Die Sozialdemokraten bleiben laut El País stärkste Partei. Die Schwedendemokraten fallen dem Bericht zufolge hinter die konservativen Moderaten zurück. Seit 2022 hatten sie die Regierung aus Moderaten, Christdemokraten und Liberalen parlamentarisch gestützt.
Selbst wenn der knappe Vorsprung hält, ist damit noch keine Regierung gebildet. Die vier Oppositionsparteien müssen erst eine tragfähige Zusammenarbeit finden. Bei einer Verteilung von 175 zu 174 Mandaten wäre der Spielraum für Konflikte im eigenen Lager äußerst gering.
Die schwedische Wahlbehörde erwartet das endgültige Ergebnis der Reichstagswahl am Wochenende nach dem Wahltag. Die laufende Auszählung beginnt mit vorläufigen Ergebnissen und wird anschließend abschließend geprüft.








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