Mega-Demo droht Wien am Donnerstag lahmzulegen

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Wien muss sich am Donnerstag, dem 22. Oktober, auf massive Verkehrsbehinderungen einstellen. Studenten und Beschäftigte der Universitäten ziehen gegen die geplante Finanzierung der Hochschulen auf die Straße. Der ÖAMTC rechnet mit rund 20.000 Teilnehmern und warnt vor langen Sperren auf Ringstraße und Franz-Josefs-Kai. Ob tatsächlich so viele Menschen kommen, wird sich erst am Donnerstag zeigen.

Die Österreichische Hochschülerschaft ruft unter dem Motto „Alarmstufe Rot – UnisRetten!“ zur Demonstration auf. Nach ihrer Ankündigung beginnt die Kundgebung um 15 Uhr bei der Technischen Universität am Karlsplatz. Der Demozug soll laut ÖAMTC gegen 16 Uhr am Resselpark starten und bis etwa 20 Uhr dauern.

Die Route führt über Karlsplatz, Lothringerstraße und Schwarzenbergplatz auf die Ringstraße, weiter über den Franz-Josefs-Kai und schließlich zur Abschlusskundgebung zwischen Universität und Burgtheater. Ring und Kai dürften länger gesperrt werden. Auch auf der Zweierlinie zwischen Schwarzenbergplatz und Karlsplatz sind zeitweilige Sperren angekündigt. Der ÖAMTC erwartet erhebliche Staus bis zum Praterstern, auf den Donauländen sowie auf den Zufahrten zur Innenstadt. Wer durch Wien muss, sollte die Strecke am Nachmittag und Abend meiden. Selbst die Ausweichrouten über Gürtel und A23 könnten überlastet sein.

Hinter der Demonstration steht ein Streit um Milliarden. Für die Jahre 2028 bis 2030 sieht die Regierung nach Angaben der Hochschulvertretung rund 16 Milliarden Euro für die öffentlichen Universitäten vor. Die Universitäten veranschlagen mindestens 18 Milliarden, um gestiegene Kosten aufzufangen. Die Medizinische Universität Wien spricht unter Berücksichtigung der Inflation von einer realen Kürzung um etwa zehn Prozent und warnt vor Folgen für Forschung, Lehre und Patientenversorgung.

Dass ausgerechnet die Hochschulen nun um ihre Finanzierung kämpfen, passt zum größeren österreichischen Sparkurs. F-News berichtete bereits über das Sparpaket zulasten von Pensionisten und Familien sowie die politische Auseinandersetzung über Ausgaben für die Ukraine bei gleichzeitigem Sparzwang im Inland. Am Donnerstag tragen nun Universitäten und Studenten ihren Protest mitten in die Hauptstadt.

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