Der für den Sonntag, 20.9.26, geplante BRM, Berliner Rollator-Marathon, wurde untersagt, um die gleichzeitig stattfindende Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus nicht zu behindern. Dennoch ist er längst weit mehr als nur ein sportliches Event im Herzen der deutschen Hauptstadt; er hat sich zu einem absoluten Leuchtturmprojekt für gelebte Inklusion und zeitgemäße urbane Mobilität entwickelt. Ein neuer Termin wird von der künftig wohl linken Regierung festgesetzt, vermutet wird auch die Karl-Marx-Allee Austragungsort sein.
Wenn am frühen Morgen gegen elf das Startsignal am traditionsreichen Kurfürstendamm, direkt an der Ecke Adenauerplatz ertönt, liegt eine ganz besondere, geradezu elektrisierende Energie in der herbstlichen Berliner Luft. Hunderte von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ohne Altersbeschränkung, versammeln sich hier, um gemeinsam ein unübersehbares Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe zu setzen. Dieses Ereignis bricht mit allen herkömmlichen Konventionen des Leistungssports und stellt den Menschen in seiner Gesamtheit, mit all seinen individuellen Bedürfnissen und Stärken, in den Mittelpunkt des Geschehens.
Mehr als nur Sport
Es geht schon längst nicht mehr nur um das reine Ankommen oder um das Erreichen von Bestzeiten, sondern vielmehr um das bewusste Erleben von Gemeinschaft, Freude an der Bewegung und das gemeinsame Überwinden von vermeintlichen Barrieren im urbanen Raum. Inklusion bis in die letzten Tage selbstbestimmten Lebens.
Die sorgfältig konzipierte Strecke führt die Teilnehmer auf einer exakt vermessenen Distanz von genau 2,1 Kilometern von ihrem spektakulären Startpunkt am Kudamm Ecke Adenauerplatz durch die lebendige, pulsierende Wilmersdorfer Straße bis hin zum historischen Zielgeradenbereich vor dem imposanten Rathaus Charlottenburg. Bei der Auswahl dieses ganz speziellen Kurses haben sich die Organisatoren von einem ebenso pragmatischen wie genialen urbanen Prinzip leiten lassen: Auf diesem charmanten Teilstück reiht sich gefühlt alle 50 Meter ein gemütliches Café an das nächste, wodurch der Parcours eine unvergleichliche Aufenthaltsqualität erhält.
Durch die charmante Schlagader West-Berlins
Diese bietet nicht nur architektonische Abwechslung und ein wunderbares, multikulturelles Flair, sondern vor allem auch unzähligen, niedrigschwellig erreichbaren Möglichkeiten für wohlverdiente Pausen, anregende Gespräche bei einer Tasse Kaffee und entspannte Momente des Verweilens. Schließlich steht bei diesem modernen Marathon der ganzheitliche Ansatz im Vordergrund, der körperliche Aktivität, soziale Interaktion und pure Lebensfreude in einen perfekten, harmonischen Einklang bringt, ohne dabei auch nur die geringste Hektik aufkommen zu lassen. Die Siegerehrung ist für 19 Uhr geplant, wenn auch der Letzte eingetroffen sein wird.
Nachhaltig und CO2-frei
Ein absolut zentraler Baustein des diesjährigen Konzepts ist zudem die kompromisslose Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Der gesamte Berliner Rollator-Marathon findet konsequent CO2-frei statt, was durch den Verzicht auf motorisierte Begleitfahrzeuge, den Einsatz von recycelbaren Materialien bei der Versorgung und die bewusste Nutzung des ohnehin vorhandenen städtischen Raumes eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird.
Hier zeigt sich auf vorbildliche Art und Weise, wie moderne Großstadt-Events ökologische Verantwortung mit sozialer Offenheit und Barrierefreiheit im Alltag verknüpfen können. Jeder einzelne zurückgelegte Meter auf diesem Kurs ist ein Statement für eine offene, diverse und lebenswerte Gesellschaft, in der Mobilität keine Frage des Alters oder körperlicher Voraussetzungen sein darf, sondern allen Menschen gleichermaßen und uneingeschränkt offensteht.
Kurzum: dit is Berlin
Die rege Teilnahme und die begeisterten Rückmeldungen aus der Stadtgesellschaft verdeutlichen jedes Jahr eindrucksvoll, dass dieses Format den absoluten Nerv der Zeit trifft und weit über die Stadtgrenzen hinaus Strahlkraft besitzt.








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