Mutter zu Tode missbraucht: Ehemann soll sie betäubt und Fremden ausgeliefert haben

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Eine 39-jährige Mutter aus Oberösterreich ist nach einem monatelangen Martyrium tot. Ihr Ehemann soll sie systematisch betäubt und fremden Männern zum sexuellen Missbrauch überlassen haben. Die Kronen Zeitung berichtet von einem Netzwerk, in dem Vergewaltigungen über das Internet organisiert und an Fremde „verkauft“ worden seien.

Der 51-jährige Ehemann, ein Lkw-Fahrer, hatte bei der Polizei zunächst von einem „Unfall bei Sex-Spielen“ gesprochen. Nach den bisherigen Ermittlungen starb die Frau jedoch infolge schwerster Übergriffe. Chats sollen zeigen, dass sie über Monate erniedrigt, betäubt und Männern zur Vergewaltigung ausgeliefert wurde.

Die Ermittler prüfen, wie viele Männer beteiligt waren und wie die Kontakte über Online-Netzwerke zustande kamen. Der Ehemann und ein Komplize sitzen in Untersuchungshaft. Weitere Beschuldigte stehen im Visier von Mordkommission und Staatsanwaltschaft.

Der Fall erinnert an Gisèle Pelicot in Frankreich. Auch sie wurde von ihrem Ehemann betäubt und jahrelang fremden Männern ausgeliefert. Pelicot überlebte und sorgte mit dem öffentlichen Prozess gegen ihre Vergewaltiger für weltweite Aufmerksamkeit. Die Frau aus Oberösterreich überlebte nicht.

F-NEWS berichtete bereits über die erschreckende Zahl von Gruppenvergewaltigungen und über das gesellschaftlich verdrängte Ausmaß von Missbrauch und sexualisierter Gewalt. Der neue Fall zeigt eine weitere Form organisierter Gewalt: Ein Opfer wurde im eigenen Zuhause zur Ware gemacht.

Nun muss lückenlos geklärt werden, wer die Frau missbrauchte, wer die Taten kannte und wer über die Online-Netzwerke beteiligt war. Jeder einzelne Mann, der sich an ihr verging oder die Übergriffe organisierte, gehört vor Gericht.

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