PISA-Debakel: Ohne Migrationsanteil würden deutsche Schüler europaweit an der Spitze stehen

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Die neuesten PISA-Zahlen für die Fünfzehnjährigen zeichnen auf den ersten Blick ein katastrophales Bild: Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften deutscher Schüler liegen auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Erhebung. Wie freiewelt.net berichtet, dreht sich das Bild jedoch vollständig um, sobald man den Migrationsanteil aus der Statistik herausrechnet.

Ein Drittel der getesteten Jugendlichen erreicht demnach nicht einmal das Mindestniveau in Lesen und Rechnen, ein Viertel scheitert an den naturwissenschaftlichen Basisanforderungen. Mehr als jeder Fünfte verfügt in keinem einzigen Bereich über ausreichende Grundkompetenzen. Seit 2015 kennen die Werte praktisch nur eine Richtung: nach unten.

Kinder deutscher Eltern an der europäischen Spitze

29 Prozent der getesteten Schüler haben einen Migrationshintergrund. Rechnet man diese Gruppe heraus und betrachtet ausschließlich Kinder, deren Eltern beide in Deutschland geboren wurden, kippt das Ergebnis komplett: Diese Schüler liegen weit über dem Bundesdurchschnitt und würden im europäischen Vergleich ganz oben mitspielen. Im Lesen käme diese Gruppe auf 507 Punkte – Platz eins vor Irland. In Mathematik stünden 500 Punkte zu Buche, Rang zwei hinter Estland. In den Naturwissenschaften würden 531 Punkte reichen, um unangefochten an der europäischen Spitze zu landen, vor Estland und Finnland.

Was in der Gesamtstatistik wie der Niedergang einer einstigen Bildungsnation aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als eine ganz andere Geschichte: Kinder deutscher Eltern liefern konstant starke Leistungen. Das Problem liegt woanders.

Über 120 Punkte Unterschied zwischen den Gruppen

Die Kluft ist erheblich. Jugendliche ohne Migrationshintergrund erreichen in den Naturwissenschaften im Schnitt 521 Punkte. Bereits in Deutschland geborene Kinder zugewanderter Eltern kommen nur noch auf 463 Punkte. Wer erst ab dem elften Lebensjahr nach Deutschland kam, landet im Schnitt bei mageren 392 Punkten – ein Abstand von über 120 Punkten zu den Kindern deutscher Eltern. In Lesen und Mathematik zeigen sich ähnliche Gräben.

Die Kinder deutscher Eltern übertreffen damit nicht nur den deutschen Gesamtschnitt, sondern auch die meisten anderen europäischen Länder in den Kernfächern. Die Vergleichsgruppen mit Migrationshintergrund ziehen den Gesamtwert dagegen spürbar nach unten. Als Ursache benennt der Bericht die unkontrollierte Zuwanderung bildungsferner Menschen in ein hochspezialisiertes, westlich geprägtes Schulsystem.

Zwei Leistungsniveaus in denselben Klassenzimmern

Für den Schulalltag bedeutet diese Gemengelage eine Dauerüberforderung. Lehrer unterrichten Klassen, in denen sprachliche Voraussetzungen, Lernmotivation und familiäre Unterstützung teils meilenweit auseinanderliegen. Sobald der Anteil von Schülern mit nicht-deutscher Herkunftssprache ein Fünftel übersteigt, sinkt nachweislich das Niveau der gesamten Klasse. Nicht das Schulsystem selbst ist zusammengebrochen – es trifft seit 2015 auf eine Schülerschaft, deren Zusammensetzung sich derart verändert hat, dass einheitlicher Unterricht die Potenziale deutscher Kinder nicht mehr ausschöpfen kann.

Die Folge sind Regelschulen, die auf ganzer Linie überfordert sind und am Ende nur Verlierer produzieren: Jugendliche, die ohne Abschluss und berufliche Perspektive von der Schule abgehen, auf der einen Seite – leistungsstarke, aber systematisch unterforderte Schüler auf der anderen.

Corona-Schulschließungen, Social-Media-Konsum und Lehrermangel spielen laut dem Bericht zwar ebenfalls eine Rolle, der entscheidende Faktor bleibe aber die Herkunft der Schüler. Wer das deutsche Bildungssystem tatsächlich retten will, kommt an diesem Befund nicht vorbei – ganz gleich, wie unbequem er in Berlin klingen mag.


Quelle:

  1. freiewelt.net: „Deutsch und MINT-Fächer: Ohne Migranten würden deutsche Schüler zur europäischen Spitze gehören“

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