Politikerliebling Jurassica Parka erneut wegen Kinderpornographie verurteilt

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Endlich liegt das Urteil vor. Das Amtsgericht Tiergarten hat Mario Olszinski, bekannt als Berliner Dragqueen „Jurassica Parka“, wegen des Besitzes kinder- und jugendpornographischer Inhalte zu zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch der Jungen Freiheit.

Es ist bereits die zweite Verurteilung. Schon 2023 hatte das Amtsgericht Tiergarten gegen Olszinski wegen Verbreitung, Erwerb und Besitz von Kinderpornographie eine Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu je 70 Euro verhängt. Das damalige Urteil war rechtskräftig. Reue und Geständnis wurden ihm strafmildernd angerechnet. Zwei Jahre später fanden Ermittler bei einer erneuten Durchsuchung mehrere Stunden Video- sowie weiteres Bildmaterial.

Die erste Strafe hat offenbar wenig bewirkt. Trotzdem bleibt es nun erneut bei Bewährung. Wer bei diesem Fall noch von einem bedauerlichen Ausrutscher reden will, muss erklären, warum nach der ersten Verurteilung wieder einschlägiges Material in seiner Wohnung lag.

Olszinski war jahrelang Liebling des Berliner Politik- und Medienbetriebs. Heidi Reichinnek und Nyke Slawik waren Gäste seiner Sendungen. Kevin Kühnert und Ricarda Lang traten ebenfalls bei ihm auf. Franziska Giffey und Kai Wegner ließen sich mit ihm fotografieren. Jan Böhmermann lud ihn ins ZDF ein, als über Draglesungen für Kinder gestritten wurde.

Auch der Staat half bei der Karriere. Die Bundesregierung räumte in einer Antwort an den Bundestag ein, dass die deutsche Botschaft in Tokio Olszinski 2024 für einen Auftritt bei der Tokyo Rainbow Pride engagierte. Dafür flossen einschließlich Flug und Übernachtung 6.000 Euro. Nach Angaben der Bundesregierung war die frühere Verurteilung dem Auswärtigen Amt damals nicht bekannt.

Im selben Jahr trat „Jurassica Parka“ bei einem Berliner Dragfestival auf, das sich ausdrücklich auch an Familien mit Kindern richtete und vom Bezirk mit 40.000 Euro gefördert wurde. Das Bundesfamilienministerium empfing ihn ebenfalls. 2025 moderierte er noch eine geförderte Benefizveranstaltung unter der Schirmherrschaft der Berliner Polizeipräsidentin.

Erst als die neuen Ermittlungen öffentlich wurden, begann das große Löschen und Distanzieren. Das ZDF entfernte die Böhmermann-Sendung, das Familienministerium sein gemeinsames Video. Plötzlich wollte niemand mehr etwas gewusst haben. Jahrelang genügte offenbar das richtige Kostüm und die richtige politische Botschaft, damit Türen, Kameras und Fördertöpfe aufgingen.

Der Fall verlangt mehr als hastige Distanzierungen. Wer Erwachsene für Veranstaltungen mit Kindern auf öffentliche Bühnen holt, muss sie vorher prüfen. F-NEWS berichtete zuletzt über einen Jugendtrainer unter schwerem Missbrauchsverdacht. Überall, wo Erwachsene Zugang zu Kindern erhalten, darf politische Sympathie niemals wichtiger sein als Kontrolle und Schutz.

Das Urteil ist deshalb auch eine Abrechnung mit dem Berliner Milieu, das Olszinski hofierte und Kritik an seiner öffentlichen Rolle reflexhaft als Angriff auf queere Menschen abwehrte. Kinder brauchen den Schutz, nicht die Täter.

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