Schulpflicht abschaffen statt Kita-Zwang: Deutsche Kinder sind keine Integrationshelfer des Staates

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Alexander Heiden hat bei Tichys Einblick unbequem, aber richtig, die Abschaffung der deutschen Schulpflicht gefordert. Sein Kernargument trifft den wunden Punkt des Systems: Eine Bildungspflicht schützt das Kind, die deutsche Schulpflicht aber schützt vor allem die staatlich anerkannte Schule vor Konkurrenz. Wer sich die PISA-Ergebnisse ansieht, Deutschlands schlechteste Werte, die je gemessen wurden, trotz 105.000 Euro Ausgaben pro Schüler bis zum 15. Lebensjahr, kann Heiden schwer widersprechen. Recht hat er auch mit dem Verweis auf Österreich, Dänemark und England, wo Homeschooling längst ohne die vom Bundesverfassungsgericht beschworenen „Parallelgesellschaften“ funktioniert, ein Befund, den auch F-News bereits in der Analyse „Schulpflicht statt Wahlfreiheit“ herausgearbeitet hat.

Während also selbst ein bürgerlich-konservatives Kommentarforum wie Tichys Einblick für weniger staatlichen Zwang in der Bildung plädiert, schlägt ausgerechnet ein Teil der AfD den entgegengesetzten Kurs ein. Die AfD-Fraktion Baden-Württemberg fordert, wie bereits berichtet, über ihre Sprecherin Emely Knorr ein verpflichtendes letztes Kita-Jahr für alle Kinder vor der Einschulung, mit der Begründung, viele Kinder beherrschten bei Schulstart die deutsche Sprache nicht ausreichend. Bemerkenswert: Bei dieser Forderung macht die BaWü-AfD gemeinsame Sache mit der grün-schwarzen Landesregierung, die ganz ähnliche Pläne verfolgt.

Was in der Debatte fast durchgängig ausgeblendet wird: Ohne jede Differenzierung nach Herkunft trifft eine solche Pflicht faktisch alle Kinder, auch deutsche. Und gerade deutsche Kinder werden in immer mehr Kitas und Schulklassen selbst zur Minderheit. Genau das macht die Logik hinter dem Zwang so unangenehm: Damit das Ziel, Migrantenkinder lernen Deutsch, überhaupt funktionieren kann, braucht es deutschsprachige Kinder im Raum, an denen sich die anderen orientieren können. Ohne muttersprachliche Kinder als Sprachvorbild würde das Argument, mit dem die Pflicht begründet wird, entweder überflüssig oder schlicht unerfüllbar. Im Klartext: Deutsche Kinder, die demografisch längst zur Minderheit werden, sollen per Kita-Pflicht in eine Art Quasi-Haft genommen werden, damit der Staat seine Integrationsaufgabe mit ihrer bloßen Anwesenheit kostenlos miterledigt.

Ein Kind ist aber kein Sprachassistent des Bildungsministeriums, sondern trägt eigene Rechte. Wer eine Pflicht damit rechtfertigt, dass die Anwesenheit bestimmter Kinder für den Lernerfolg anderer Kinder nötig sei, instrumentalisiert genau jene Gruppe, die er eigentlich schützen sollte, und behandelt sie wie ein pädagogisches Hilfsmittel des Staates statt wie eigenständige kleine Menschen.

Der Ausweg liegt genau dort, wo Heiden ihn beschreibt, bei der Wahlfreiheit statt beim Zwang. Wer Eltern erlaubt, zwischen öffentlicher Schule, freier Schule, Lernzentrum oder Homeschooling zu wählen, nimmt vielen Familien einen Grund, aus Ballungsräumen mit hohem Migrantenanteil komplett wegzuziehen. Aktuell bleibt vielen deutschen Familien in solchen Vierteln oft nur die Flucht in einen anderen Stadtteil oder aufs Land, weil die zugewiesene Schule vor Ort keine Alternative lässt. Jede Familie, die deshalb wegzieht, verstärkt die Konzentration und beschleunigt die Entstehung dessen, was man beschönigend Parallelgesellschaft nennt. Wer echte Wahlfreiheit in der Bildung schafft, gibt diesen Familien einen Grund zu bleiben und wirkt damit der Ghettoisierung ganzer Stadtteile entgegen, während die BaWü-AfD mit ihrer Kita-Pflicht das genaue Gegenteil tut und noch mehr Zwang in ein ohnehin überfordertes System presst.

2 Kommentare zu „Schulpflicht abschaffen statt Kita-Zwang: Deutsche Kinder sind keine Integrationshelfer des Staates“

  1. Avatar von Isarwanderer

    Was für ein Bullshit. Das Bildungsniveau ist in Buntschland ist unter aller katastrophe. Da wollt ihr die Schulpflicht abschaffen. Ihr glaubt doch nicht im Ernst das bei Homeschooling und anderen Schulvarianten da was gelernt wird. Ganz im Ernst. Das ist äußerst dumm. Wie kann man nur auf so einen Schwachsinn kommen.

    1. Avatar von Redaktion F-News

      Das Bildungssystem ist genau wegen der Schulpflicht eine Katastrophe. Würde man verstehen, wenn man nicht staatsgläubig wäre.

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