Waffen für Mordanschlag in Deutschland oder Österreich: Anklage gegen sieben mutmaßliche Hamas-Mitglieder

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Die Bundesanwaltschaft hat sieben mutmaßliche Mitglieder der Hamas angeklagt. Die Männer sollen in Deutschland Waffen und Munition für einen Mordanschlag beschafft haben. Als mögliche Ziele nennt die Anklage Repräsentanten Israels, Juden oder Menschen, die als pro-israelisch gelten. Der Anschlag sollte nach Darstellung der Ermittler in Deutschland oder Österreich stattfinden.

Die Anklage wurde am 8. September vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts in Berlin erhoben. Beschuldigt sind Abed Al G., Yousif C., Borhan El-K., Wael F.M., Ahmad I., Kamel M. und Mohammad S. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffenrecht vor. Drei der Männer werden außerdem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz angeklagt.

Nach der Mitteilung der Bundesanwaltschaft gehören alle sieben Angeschuldigten der Hamas an. Deren militärischer Flügel, die Qassam-Brigaden, soll bereits vor längerer Zeit damit begonnen haben, Waffendepots in Europa anzulegen. Spätestens seit Juli 2025 habe die Organisation einen konkreten Mordanschlag vorbereitet.

Die Tat sollte demnach Anfang Oktober 2025 und damit in unmittelbarer Nähe zum zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel stattfinden. Hochrangige Hamas-Funktionäre sollen fünf der Angeschuldigten mit der Beschaffung von Waffen und Munition in Deutschland beauftragt haben. Abed Al G. soll anschließend auch Mohammad S. und Kamel M. eingebunden haben.

Als Abed Al G., Wael F.M. und Ahmad I. am 1. Oktober 2025 in Berlin festgenommen wurden, hatte die Gruppe laut Anklage bereits ein funktionsfähiges vollautomatisches Gewehr, 13 funktionsfähige Pistolen und mehr als 700 Schuss Munition beschafft. Ein Teil der Waffen wurde demnach nach Wien gebracht und dort eingelagert. Der gesondert verfolgte Mohammed A. soll außerdem ein Bekennervideo aufgenommen haben, in dem er den geplanten Anschlag im Namen der Hamas ankündigte.

F-NEWS berichtete bereits über die Festnahme von Yousif C. bei Kopenhagen. Die übrigen Festnahmen erfolgten zwischen November 2025 und Mai 2026. Alle sieben nun Angeklagten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Mohammed A. wurde am 3. November 2025 auf Ersuchen der Bundesanwaltschaft in London festgenommen. Die Anklage beschreibt ihn als Verbindungsmann zur Führungsebene der Hamas. Er wird gesondert verfolgt und ist bislang nicht nach Deutschland überstellt. F-NEWS hatte zuletzt auch über eine angeblich ignorierte Warnung vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 berichtet.

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