Wie t-online berichtet, zieht Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine klare Linie: „Wir werden Herrn Siegmund nicht wählen.“ Das BSW sei nicht gewählt worden, „um der AfD zu ermöglichen, durchzuregieren, als hätte sie die absolute Mehrheit bekommen.“ Gleichzeitig spricht sie von einem „Eiertanz“ Siegmunds und von „schrägen Figuren“ hinter ihm. Die AfD kam auf 43,8 Prozent und 39 Sitze, das BSW mit 5,3 Prozent gerade ins Parlament. Fünf Mandate sollen nun verhindern, dass der klare Sieger Ministerpräsident wird.
CDU, SPD, Grüne und Linke lehnen Gespräche mit der AfD ab. Das BSW hat als einzige Partei mit der AfD gesprochen und blockiert jetzt die Wahl des Spitzenkandidaten. Wagenknecht nennt trotzdem Schnittmengen bei Russland, Ukraine-Waffen, Energie, ÖRR und Bildung. Statt daraus eine Mehrheit zu machen, will sie einen „überparteilichen Ministerpräsidenten“, der sich Stimmen jeweils neu suchen muss. Das ist keine Regierung, das ist eine Dauerblockade mit Feigenblatt.
Drei Sitze fehlen der AfD zur Mehrheit. Neuwahlen wären für das BSW gefährlich. Genau deshalb die scharfen Worte nach außen und die offene Tür bei Einzelabstimmungen. F-NEWS hatte bereits über die Nachzählung in 25 Wahlbezirken und über die Anti-AfD-Kampagnen der Apparate berichtet. Jetzt kommt die nächste Variante: Distanz markieren, den Wählerauftrag aber nicht gelten lassen.
Wer 38 von 41 Direktmandaten einsammelt und trotzdem nicht führen darf, weil fünf BSW-Abgeordnete und eine Brandmauer dagegenstehen, lernt die Lehre des Abends: In Magdeburg zählt nicht das Ergebnis. Es zählt, wer den Wahlsieger draußen hält.








Schreibe einen Kommentar