JVA Kaisheim: Albanischer Häftling attackiert Mithäftling mit Messer

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In der Justizvollzugsanstalt Kaisheim in Bayern hat ein 44 Jahre alter albanischer Strafgefangener einen Mithäftling mit einem Messer angegriffen. Der 48-Jährige erlitt Schnittverletzungen im Gesicht und am Hals. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Nord am Mittwoch mit.

Die Attacke ereignete sich am Dienstag gegen 9 Uhr. Nach Darstellung der Polizei ging der 44-Jährige unvermittelt auf seinen Mithäftling los. Der Angegriffene und herbeigerufene Justizbedienstete überwältigten den Mann und fixierten ihn.

Das Opfer wurde unter Begleitung von Justizbediensteten in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Nach ambulanter Behandlung kehrte der Mann in die JVA zurück. Er besitzt nach Polizeiangaben die deutsche und die kasachische Staatsangehörigkeit.

Woher der Angreifer das Messer hatte und warum er zustach, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Kriminalpolizei Dillingen untersucht den Ablauf und die Hintergründe. Der Vorwurf des versuchten Tötungsdelikts ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Gewalt unter Gefangenen ist kein Einzelfall. F-NEWS berichtete etwa über einen Angriff auf einen Mithäftling in einem US-Gefängnis. Auch ein Messerangriff in einer Flüchtlingsunterkunft zeigte, wie rasch Streit in einer abgeschlossenen Einrichtung lebensgefährlich werden kann. In Kaisheim liegt die Frage nach dem Messer nun auf dem Tisch: Wie kam die Waffe in die Haftanstalt?

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