Metzingen: Syrer soll Landsmann in Flüchtlingsunterkunft in den Rücken gestochen haben

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In einer Flüchtlingsunterkunft in Metzingen soll ein 25-jähriger Syrer einem 21-jährigen Landsmann mit einem Messer in den Rücken gestochen haben. Die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Polizeipräsidium Reutlingen ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Der Beschuldigte sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Der Streit begann am Samstagnachmittag gegen 16.45 Uhr in der Unterkunft. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten der 21-Jährige und ein 22-Jähriger mit dem später Festgenommenen und einem vierten, noch unbekannten Mann aneinander. Auslöser war nach Darstellung der Ermittler wohl eine defekte Waschmaschine. Aus Worten wurde eine körperliche Auseinandersetzung.

Der 22-Jährige soll zunächst durch einen Faustschlag zu Boden gegangen sein. Als der 21-Jährige ihm helfen wollte, soll der 25-Jährige unvermittelt mit dem Messer zugestochen haben. Der mutmaßliche Angreifer und der unbekannte Beteiligte flohen. Die Polizei nennt bislang weder die genaue Schwere der Verletzung noch weitere Angaben zu dem gesuchten Mann.

Die beiden Verletzten gingen anschließend selbst zum Polizeirevier Metzingen. Beamte versorgten vor allem den durch den Messerstich verletzten 21-Jährigen, bevor der Rettungsdienst beide in ein Krankenhaus brachte. Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung nach den beiden Flüchtigen führte zunächst zu keiner Festnahme.

Am Samstagabend erschien der 25-Jährige dann auf dem Polizeirevier in Esslingen, um seinerseits Anzeige zu erstatten. Dort wurde er vorläufig festgenommen. Ein Richter am Amtsgericht Tübingen erließ am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Der Mann kam in eine Justizvollzugsanstalt; die Ermittlungen zum genauen Ablauf dauern an.

F-NEWS berichtete bereits über einen Messerangriff auf syrische Landsleute in Wien und über einen Tötungsvorwurf in einer Flüchtlingsunterkunft in Nordrhein-Westfalen. Im Metzinger Fall steht nun der konkrete Vorwurf im Raum, dass ein Streit über eine Waschmaschine binnen Minuten in einem Messerstich in den Rücken endete. Über Schuld und Tatablauf ist noch nicht entschieden.

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