Klopapier bald wieder alle

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer die Warnungen vor den Halloween-Krawallen ernst nimmt, sorgt vor. Andere kaufen Süßigkeiten für Kinder. Der vorausschauende Bürger rafft Klopapier für drei Winter, vier Stromausfälle und den Untergang des Abendlandes.

Noch ist kein Demonstrationszug losgelaufen, da marschiert er schon durch den Supermarkt. Ein Einkaufswagen reicht nicht: Er baut eine Wagenkolonne. Hinter ihm stehen Menschen, die bloß Nudeln fürs Abendessen wollten, und betrachten das leere Regal wie ein Mahnmal staatlichen Versagens. Morgen kehren sie früher zurück. Mit größeren Wagen.

Bald braucht es keine randalierende Generation Z mehr. Die Erwachsenen erledigen das selbst. Sie reißen sich die letzten Packungen aus den Händen, blockieren mit Konservenpaletten die Gänge und streiten an der Kasse um die Frage, wem die Großpackung mit 48 Rollen zuerst aufgefallen ist. Falls am 31. Oktober tatsächlich jemand für bezahlbares Leben demonstriert, findet er nur noch Geschäfte vor, die von der Vorsorgefraktion längst geplündert sind.

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