Die PHP-Krise ist für Karl Olsberg ein Vorgeschmack auf einen gefährlicheren Wettlauf. In seinem Video vom 25. Oktober warnt der Autor: Immer leistungsfähigere KI kann alte Sicherheitslücken finden und Angriffe beschleunigen, während Betreiber unter Zeitdruck ihre Systeme reparieren müssen. Er fordert politischen Druck auf die KI-Konzerne und kündigt seine Teilnahme an einer PauseAI-Kundgebung an.
Der konkrete Anlass sind zwei kritische PHP-Schwachstellen, vor denen das PHP-Projekt am 21. Oktober warnte. Sie können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung fremden Programmcode auf einem Webserver auszuführen. Fehlerbereinigte Versionen sind PHP 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35. F-News berichtete über vorsorglich abgeschaltete Webseiten von Behörden und Kliniken und darüber, was Betreiber gegen die PHP-Lücken tun müssen.
Olsbergs Kernthese: KI macht die Versäumnisse früherer Softwareentwicklung schneller auffindbar – auch für Angreifer. Er beschreibt einen Kreislauf, in dem KI Sicherheitslücken entdeckt und bei ihrer Reparatur hilft, während leistungsfähigere Nachfolgemodelle wiederum Fehler in diesen Reparaturen aufspüren könnten. Ob dabei Angreifer oder Verteidiger im Vorteil seien, hält er für offen.
Besonders kritisiert er das Ziel einer rekursiven Selbstverbesserung: KI soll ihre eigene Weiterentwicklung zunehmend selbst übernehmen. Olsberg befürchtet, dass Kontrolle und Absicherung mit diesem Tempo nicht Schritt halten. Seine Warnung richtet sich damit gegen die Entwicklungsstrategie der Unternehmen und die Abhängigkeit von vernetzter Infrastruktur.
Für den privaten Alltag verweist Olsberg auf den Vorsorgeratgeber des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Er habe selbst einen Trinkwasservorrat angelegt. Das Bundesamt empfiehlt, möglichst zehn Tage eigenständig überbrücken zu können; auch eine Vorbereitung für drei Tage sei bereits hilfreich.
Die politische Forderung hinter der angekündigten Kundgebung erläutert PauseAI Deutschland selbst: Ein internationales Abkommen soll die Entwicklung von Superintelligenz anhalten, bis ihre Sicherheit und Kontrollierbarkeit geklärt sind. Die Organisation verlangt keine Abschaffung heutiger KI-Anwendungen. Olsberg kündigt an, am Sonntag, dem 1. November 2026, um 14 Uhr zur Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin zu kommen. Termin und Ort sind auch auf der Veranstalterseite angegeben.








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