New York: Bis zu 20 Menschen im ersten Monat nach der Legalisierung durch Sterbehilfe getötet

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Kaum einen Monat nach dem Start der neuen Sterbehilferegelung in New York sollen bereits bis zu 20 Menschen mit ärztlich verschriebenen tödlichen Medikamenten gestorben sein. Das berichtet der New York Sun unter Berufung auf einen Arzt aus dem Umfeld des Programms und einen beteiligten Bioethiker.

Eine offizielle Gesamtzahl hat der Bundesstaat bislang nicht veröffentlicht. Der Bioethiker sprach gegenüber der Zeitung von etwa 20 bearbeiteten Fällen, alle Patienten seien unheilbar krank gewesen. Die Zahl bleibt damit eine Schätzung aus dem Kreis der Beteiligten. Sie zeigt dennoch, wie schnell aus einem angeblichen Ausnahmeweg eine laufende medizinische Praxis wird.

Das Gesetz trat am 5. August 2026 in Kraft. Es erlaubt volljährigen Einwohnern New Yorks, sich ein tödliches Medikament verschreiben zu lassen, wenn zwei Ärzte eine unheilbare Erkrankung und eine verbleibende Lebenserwartung von höchstens sechs Monaten bestätigen. Der Patient muss das Mittel selbst einnehmen. Vorgeschrieben sind außerdem eine psychiatrische oder psychologische Prüfung der Entscheidungsfähigkeit, ein mündlicher und schriftlicher Antrag, zwei Zeugen und eine Wartezeit von fünf Tagen.

Die staatliche Sprache nennt das „Medical Aid in Dying“, medizinische Hilfe beim Sterben. Nach der gesetzlichen Konstruktion gilt der Tod jedoch ausdrücklich weder als Suizid noch als Sterbehilfe, Tötung auf Verlangen oder Tötungsdelikt. Auf der Sterbeurkunde erscheint die zugrunde liegende Krankheit als Todesursache. Damit verschwindet der tödliche Eingriff schon in der amtlichen Statistik hinter der Diagnose, die dem Patienten zuvor gestellt wurde.

Die amerikanische Lebensschützerin Lila Rose reagierte auf X mit scharfen Worten. Sie erinnert daran, dass hinter jeder Zahl ein Mensch steht und bezeichnet die Tötungen im Namen des Mitgefühls als falsche Barmherzigkeit. Ihre Botschaft richtet sich zugleich an Kranke und Leidende: Ihr Leben behält seinen Wert, auch wenn Krankheit, Schmerzen oder Abhängigkeit den Alltag bestimmen.

Genau hier liegt die Gefahr solcher Gesetze. Sobald der Staat den ärztlich begleiteten Tod als normale Behandlungsoption anerkennt, verändert sich der Blick auf schwer kranke, behinderte und pflegebedürftige Menschen. Aus dem Recht zu sterben kann ein unausgesprochener Druck werden, Angehörigen oder dem Gesundheitssystem nicht länger zur Last zu fallen. F-NEWS berichtete über eine Sterbehilfe in Kanada trotz Protesten der Familie und über einen katholischen Priester, dem eine Klinik nach einem Hüftbruch gleich zweimal Sterbehilfe anbot.

Palliativmedizin und Hospizversorgung begleiten Menschen, lindern Schmerzen und lassen ihnen ihre Würde. Die New Yorker Regelung setzt daneben einen zweiten Weg, bei dem der Arzt das Mittel für den Tod bereitstellt. Bis zu 20 Menschen sollen diesen Weg bereits im ersten Monat gegangen sein. Ihre tatsächliche Zahl wird erst sichtbar, wenn der Staat aufhört, die Folgen seines neuen Gesetzes hinter beschönigenden Begriffen und der ursprünglichen Diagnose zu verstecken.

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