Mord bleibt Mord, auch wenn man dazu „Organspende, Abtreibung oder Sterbehilfe“ sagt

Immer und immer wieder versuchen verschiedene Gruppen im Bundestag, die sogenannte Widerspruchslösung durchzusetzen, nach der jeder angeblich erst nach seinem Tod zum Organspender wird, der sich nicht zu Lebzeiten dagegen ausgesprochen hat. Morgen ist wieder so ein Tag, wie man hier nachlesen kann. Und in diesem Antrag stehen die Namen derer, die das fordern.

Wer an den sogenannten „Hirntod“ glaubt, hat vielleicht keine Probleme mit der Ausweidung von „nur noch durch Maschinen“ am Leben erhaltenen „Körpern“, doch auch diese Definition kann die Wahrheit nicht verschleiern, dass man Organe nur von lebenden Menschen entnehmen kann. Sobald der komplette (Herz-)Tod eingetreten ist, lässt sich kein einzelnes Organ mehr verwerten. Letztlich handelt es sich bei der Organentnahme um ein Tötungsdelikt, denn die „Spender“ sterben ohne diese lebenswichtigen Organe und es macht dabei keinen Unterschied, ob sie sich bereits im Sterbeprozess befunden haben oder nicht, ihr Leben wird durch die Entnahme unwiederbringlich beendet. Profitgier und Geltungssucht als Triebfedern, die geplante Vorgehensweise und die Vorspiegelung falscher Tatsachen zählen bei anderen Formen von Tötungsdelikten als Mordmerkmale. Warum sollte es hier anders sein?

Spätabtreibung und Euthanasie

In Kanada, Belgien und den Niederlanden nennt man es Sterbehilfe. Jüngst wurde dort ein behindertes Kind auf Bitten der Eltern getötet. Wer entscheidet hier, welches Leben als lebensunwert eingestuft und deshalb durch Ärzte beendet werden darf? Und was sind das für Ärzte, die so etwas machen? Das Kind hat doch nicht um Sterbehilfe gebeten.

War es denn nicht das Beste für das Kind und lässt man denn nicht auch seine geliebten Haustiere einschläfern, wenn es für sie keine Rettung mehr gibt? Wenn man den Menschen für ein Tier hält, einen „nackten Affen“, wie Atheisten zu sagen pflegen, dann kann man auf solche Gedanken kommen, aber es ändert nichts daran, dass hier ein Leben gewaltsam beendet wird, was unter anderen Umständen als Mord interpretiert wird. Warum sollte es hier anders sein?

Ebenfalls in den Niederlanden soll die sogenannte Spätabtreibung ausgeweitet werden. Es geht um eine Lücke in der Versorgung für Schwangerschaften zwischen der 22. und 24. Schwangerschaftswoche. In vielen Kliniken kann man die Prozedur nicht durchführen, die eigentlich nur darin besteht, eine Geburt künstlich einzuleiten und dann das Baby, falls es Lebenszeichen zeigt, einfach sterben zu lassen. Ab der 22. Schwangerschaftswoche können Frühgeburten nämlich bereits überleben, wie der Fall des kleinen Jonathan zeigte. Wenn man jemanden wissentlich in tödliche Gefahr bringt und dann sterben lässt, kann man das wohl als Mord bezeichnen, außer natürlich, es handelt es sich um eine Abtreibung. Aber warum sollte es hier anders sein? Warum?

Bei der Spätabtreibung wird es besonders deutlich, was bereits mit dem ersten Tag der Empfängnis gilt. Es handelt sich um Leben, menschliches Leben, das vernichtet wird, wenn die Entscheidung zur Abtreibung gefallen ist.

Es handelt sich auch um menschliches Leben, wenn es um Sterbehilfe geht. Niemand sollte unnötig leiden und in Würde sterben dürfen, wenn er alt und krank ist. Eigentlich kann jeder selbst Vorsorge treffen und sein Leben aktiv beenden, wenn er dazu selbst noch in der Lage ist, niemand muss Dritte in die Angelegenheit hineinziehen. Doch die Befürworter der Sterbehilfe wollen genau das, die Entscheidung über Tod und Leben in die Hände Dritter legen. Besonders aus Kanada kommen immer wieder Meldungen, dass ältere Menschen gegen ihren Willen in das dortige Sterbehilfeprogramm gedrängt werden. Es ist nicht viel, aber schnell verdientes Geld für Sterbehelfer.

Für eine dreistündige Sterbehilfe – ohne die Zulässigkeitsbeurteilungen – konnte ein Arzt in Alberta 621,60 Dollar, in New Brunswick 600 Dollar, in Quebec 499,80 Dollar, in Manitoba 480 Dollar und in Saskatchewan 465,60 Dollar abrechnen. In Nova Scotia lagen die Sätze noch niedriger. Quelle: Wealth Professional

Aber es geht nicht nur ums Geld, es geht um die Herrschaft über Leben und Tod. Wir sollten sie nicht diesen Unmenschen überlassen, die uns als biologische Maschinen betrachten.

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